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14.03.2019 | Neurologie

Migräne

Hormonelle Einflüsse und Behandlung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis
Autor:
Assoz. Prof. PD Dr. Karin Zebenholzer
Wichtige Hinweise
Literatur bei der Verfasserin.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Migräne hat eine Prävalenz von 10–15 % und tritt bei Frauen 2,5 bis 3‑mal häufiger auf als bei Männern. Die Migränefrequenz wird unter anderem auch vom weiblichen Zyklus beeinflusst. Die Therapie der Migräneattacken erfolgt mit Triptanen, NSAR oder anderen Analgetika, unterstützt durch Antiemetika. In der Schwangerschaft ist jedoch der Einsatz der NSAR auf des 1. und 2. Trimenon begrenzt, Triptane können bei Nutzen-Risiko-Abwägung und schweren Attacken gegeben werden. In der Prophylaxe stehen in erster Linie β‑Blocker, Flunarizin, Topiramat, Amitriptylin und Botulinumtoxin zur Verfügung. Vor kurzem wurden monoklonale Antikörper gegen CGRP und den CGRP-Rezeptor zugelassen. In der Schwangerschaft nimmt die Migränefrequenz üblicherweise ab. Sollte dennoch eine medikamentöse Prophylaxe notwendig sein, so kommen Metoprolol, Propranolol oder Amitriptylin infrage. Erfahrungen mit den monoklonalen Antikörpern in der Schwangerschaft liegen bisher keine vor, sie sind zu vermeiden. Eine Anwendung in der Stillzeit erscheint möglich. Wenn eine Migräne mit Aura vorliegt, so ist das erhöhte Schlaganfallrisiko in Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter Kontrazeptiva zu beachten.

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