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17.10.2018 | übersicht

Meta-Analyse der Evaluationsergebnisse psychiatrischer-psychosomatischer Rehabilitation in Österreich

Zeitschrift:
neuropsychiatrie
Autoren:
PD Dr. Manuel Sprung, Hannah M. Münch, Elmar Kaiser, Lore Streibl, Friedrich Riffer
Wichtige Hinweise
In die Meta-Analyse eingeschlossene Publikation bzw. Studie [5, 12, 13, 15, 3744].

Anmerkungen

Die grammatikalisch maskuline Form der Substantive wird bei allen Berufs‑, Funktions- oder ähnlichen Bezeichnungen geschlechtsneutral verwendet. Zur leichteren Lesbarkeit der Arbeit wurde die maskuline Form personenbezogener Substantive verwendet. Selbstverständlich aber sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen.
Diese Studie wurde ohne finanzielle Unterstützung durchgeführt.

Zusammenfassung

Ziel der Studie

Da in den bisherigen Meta-Analysen zur psychiatrischen-psychosomatischen Rehabilitation kaum Studien österreichischer Rehakliniken berücksichtigt wurden, soll ein systematischer Review mit Meta-Analyse über bisher vorliegende Evaluationsergebnisse österreichischer Rehakliniken durchgeführt werden.

Methodik

Eine systematische Literatursuche in mehreren Literatursuchdatenbanken (Psyndex, PsycInfo, MEDLINE, Pubmed) und eine ergänzende manuelle Suche wurden durchgeführt. Die Evaluationsergebnisse der am häufigsten verwendeten Erhebungsverfahren (SCL-90/BSI, BDI, WHOQOL-BREF, GAF) wurden aus den eingeschlossenen Studien extrahiert und anschließend eine Meta-Analyse der extrahierten Evaluationsdaten (Prä-Post Vergleich) berechnet.

Ergebnisse

Es konnten 12 Publikationen mit 9 Studien aus 6 verschiedenen österreichischen Rehakliniken in die Meta-Analyse eingeschlossen werden. Die eingeschlossenen Studien beinhalten insgesamt die Daten von 9329 Patienten. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung von Prä zu Post im mittleren Effektstärkenbereich, mit einem Hedges’ g von 0,53 (95 %-Konfidenzintervall [0,45; 0,60]) für die Verbesserung der allgemeinen Symptombelastung, einem Hedges’ g von 0,59 (95 %-Konfidenzintervall [0,54; 0,63]) für die Verbesserung der subjektiven Lebensqualität und einem Hedges’ g von 1,00 (95 %-Konfidenzintervall [0,83; 1,18]) für die Verbesserung der Funktionsfähigkeit. Die Effekte sind robust, und es gibt keinen Hinweis auf Verzerrung oder Publikationsbias.

Schlussfolgerungen

Mit einer psychiatrischen-psychosomatischen Rehabilitation in österreichischen Rehakliniken werden bisher durchschnittlich mittelgroße Effekte erzielt. Dies ist vergleichbar mit den Ergebnissen bisheriger deutscher Rehakliniken. Da derzeit jedoch nur eine kontrollierte Studie vorliegt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Effekte ohne psychosomatische Rehabilitation geringer ausfallen. Es sollten daher zukünftig vermehrt kontrollierte Studien durchgeführt und die Qualität der durchgeführten Evaluationsstudien verbessert werden.

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Literatur
Über diesen Artikel