Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

14.07.2020 | Psychiatrie | Ausgabe 4/2020 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 4/2020

Mentalisierung bei Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis

Fallorientierte Darstellung

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Felix Richter, Dr. Dagmar Steinmair, Univ.-Prof. Dr. Henriette Löffler-Stastka
Wichtige Hinweise
Literatur bei den Verfassern

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das Konzept der Mentalisierungsfähigkeit, etabliert ausgehend von der Theory of Mind (ToM), beinhaltet jene menschliche Fähigkeit, die eigenen mentalen Zustände (z. B. Gedanken, Gefühle, Motive) sowie entsprechend jene des Gegenübers, in einen Sinn- und Bedeutungszusammenhang zu bringen und aus diesem mehr oder weniger tiefen Verständnis hilfreiche Erklärungsmodelle für Verhalten zu generieren. Entwickeln und entfalten sich menschliche mentale Funktionen und Fähigkeiten im „Gegenseitigen-aufeinander-bezogen-Sein“, so impliziert diese Weltsicht das Individuum als im Wesentlichen sozial determiniert. Leidensdruck infolge depressiver als auch schizophreniformer Störungen resultiert ganz wesentlich aus eingeschränkter Mentalisierungsfähigkeit, dies unabhängig von der unterschiedlichen Ätiologie der genannten Störungen.
Die folgenden Ausführungen legen dar, inwieweit Defizite in der Mentalisierung bei schizophreniformen Störungsbildern in Erscheinung treten. Diese Defizite sind gekennzeichnet durch eine mangelhafte Ausbildung von Metarepräsentationen und zeigen je nach Symptomatik verschiedene prämentalistische Verarbeitungsmodi und deren spezifische Ausformungen (Hypo‑/Hypermentalisieren). An einer geschilderten Fallvignette wird dies verständlich.
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2020

psychopraxis. neuropraxis 4/2020 Zur Ausgabe

Panorama

Panorama