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Gendermedizin: Warum Frauen oft anders erkranken – und anders behandelt werden müssen

Wie das Geschlecht Diagnostik, Therapie und Risiko prägt

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Frauen und Männer erkranken unterschiedlich – biologisch, hormonell, sozial. Doch die Medizin behandelt sie oft gleich. Das rächt sich: Frauen werden später diagnostiziert, seltener leitliniengerecht therapiert und häufiger von Nebenwirkungen geplagt. Prof. Alexandra Kautzky-Willer, Pionierin der Gendermedizin, erklärt im Podcast, warum das so ist – und was sich ändern muss.

Prof. Dr.  Alexandra Kautzky-Willer, Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien


Sie zeigt, wie Geschlechtschromosomen, Hormone und Lebensstil ineinandergreifen, warum Frauen in Studien noch immer unterrepräsentiert sind und weshalb Diabetes bei ihnen später erkannt, aber schwerer verläuft. Schwangerschaft, Menopause, psychosoziale Belastungen und Mehrfachrollen verschieben Risiken und erschweren den Therapiealltag. Dazu kommt: Frauen fürchten Nebenwirkungen stärker, brechen Therapien eher ab – nicht aus Leichtsinn, sondern aus mangelnder Aufklärung.

Kautzky-Willer fordert bessere Studiendesigns, mehr unabhängige Forschung und mehr Zeit in der Versorgung. Nur so wird Medizin wirklich personalisiert. Der Podcast zeigt klar: Wer Gesundheit geschlechtergerecht denkt, verbessert Versorgung für alle.

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