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01.07.2020 | Originalien | Ausgabe 2/2020

Schweizer Gastroenterologie 2/2020

Management der Hyperferritinämie

Zeitschrift:
Schweizer Gastroenterologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
PD Dr. med. Heiko Frühauf, Prof. Dr. med. Stephan R. Vavricka

Zusammenfassung

Ferritin ist der für die Entgiftung und Speicherung von Eisen entscheidende Proteinkomplex. Es zählt zu den Akut-Phase-Proteinen und wird bei Entzündungen und hohem Eisenspiegel induziert. Bei Eisenmangel wird die Synthese unterdrückt. Zur Differenzialdiagnose der Hyperferritinämie müssen laborchemisch Anämien und Entzündungen gesucht werden. Ausserdem ist nach einer Eisenüberladung (Transferrinsättigung, HFE-Genetik und ggf. löslicher Transferrinrezeptor, Ferritinindex) und chronischen Lebererkrankungen (Hepatitis- und Autoimmunserologie, Sonographie, Elastographie) zu suchen. In 90 % ist eine Krankheit ohne Eisenüberladung Ursache der Hyperferritinämie. Eine Eisenüberladung kann bei Hämolyse oder Lebererkrankungen, die zu einem Mangel des „Eisenhormons“ Hepcidin führen, auftreten. Eine Leberbiopsie zur Bestimmung des hepatischen Eisenindex ist bei Erkrankungen ohne Eisenüberladung wie dem Hyperferritinämie-Katarakt-Syndrom kontraindiziert. Die genetische Hämochromatose ist eine seltene Ursache für eine Hyperferritinämie mit primärer Eisenüberladung. Zur Vermeidung von Organschäden erfolgen Phlebotomien, die beim Hyperferritinämie-Katarakt-Syndrom hingegen kontraindiziert sind.

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