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01.02.2017 | original article | Ausgabe 1-2/2017 Open Access

Wiener Medizinische Wochenschrift 1-2/2017

Leitlinie zur Palliativen Sedierungstherapie (Langversion)

Ergebnisse eines Delphiprozesses der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG)

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 1-2/2017
Autoren:
MSc Dr. med. Dietmar Weixler, Dr.med. Sophie Roider-Schur, MSc Univ-Prof Dr. Rudolf Likar, Dr. Claudia Bozzaro, Dr. med. Thomas Daniczek, MSc Angelika Feichtner, Dr. med. Christoph Gabl, Dr.med. Bernhard Hammerl-Ferrari, Dr.iur. Maria Kletecka-Pulker, O. Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Ulrich H. J. Körtner, MSc Hilde Kössler, Prim. Univ. Prof. Dr. Johannes G. Meran, MSc Dr. med. Aurelia Miksovsky, MBA Diplom-Sozialarbeiterin Bettina Pusswald, Mag. rer. nat. Thomas Wienerroither, Univ. Prof. Dr. Herbert Watzke

Zusammenfassung

Grundlagen

Die Palliative Sedierungstherapie (PST) ist eine wichtige und ethisch akzeptierte Therapie in der Versorgung von ausgewählten sterbenden Menschen, welche aufgrund therapierefraktärer Symptome für sie unerträgliches Leiden erleben. PST findet zunehmend Anwendung in der Betreuung Sterbender. In Östereich gibt es keine standardisierte ethisch fundierte Leitlinie für diese exzeptionelle Therapie, es liegen jedoch Beweise vor, dass die angewandte Praxis bundesweit sehr uneinheitlich ist.

Ziele

Im Auftrag der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) erarbeitete eine 16-köpfige multiprofessionelle Arbeitsgruppe aus Experten der Palliative Care und Ethikern die Nationale Leitlinie zur PST auf der Basis jüngster systematischer Übersichtsarbeiten mit dem Ziel, innerhalb der Rahmenleitlinie der Europäischen Palliativgesellschaft (EAPC) zu sein und Österreichs nationale legale, kulturelle und strukturelle Gegebenheiten zu respektieren.

Methodik

Der Expertenkonsens wurde mittels eines 4‑stufigen Delphiprozesses mit anschließenden Konferenzen etabliert. Der Delphiprozess folgte strikt der jüngst entwickelten EUROIMPACT-sedation-study-checklist und war am AGREE-2-Leitlinieninstrument orientiert. Zum Abschluss wurden nationale Stakeholder eingeladen, die Ergebnisse zu reflektieren.

Ergebnisse

Als Ergebnis eines rigorosen Konsensusprozesses liegt die Langversion der Nationalen Leitlinie zur Palliativen Sedierungstherapie mit 112 Aussagen, kategorisiert in 11 Domänen vor. Ergänzung finden diese Aussagen in einem Exkurs einer Philosophin über das Leiden.

Schlussfolgerungen

Wir haben mittels Delphi-Expertenkonsensus und Einbeziehung der Stakeholder eine Nationale Leitlinie zur Palliativen Sedierungstherapie entwickelt. Die Wirkung der Leitlinie auf die Praxis in Österreich muss zukünftig evaluiert werden.
Literatur
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