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09.04.2019 | Labormedizin

„Lab on a Chip“

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin
Autor:
Prof. Dr. Klaus S. Drese
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Internist 4/2019 https://​doi.​org/​10.​1007/​s00108-018-0526-y erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Zusammenfassung

Hintergrund

Durch die Miniaturisierung haben sich nicht nur in der Mikroelektronik neue Potenziale ergeben, auch in der Sensorik und Analytik ist durch die Mikrotechnik eine Revolution in Bewegung gekommen.

Entwicklungen

Die „Lab-on-a-chip“(LOC)-Technologie erlaubt, Laborprozesse vollständig und automatisiert in Kanälen, deren Größe im Mikrometerbereich liegen, durchzuführen. Die größte Herausforderung besteht darin, die Fertigungskosten trotz der Miniaturisierung und der anwendungsspezifischen Auslegung niedrig zu halten. Wird dies erreicht, kann man die medizinische Laboranalytik meist schneller und mit weniger Personalaufwand durchführen. So ist zu erklären, dass LOC bereits in viele Laborgeräte integriert wurde und aus dem „point-of-care testing“ (POCT) nicht mehr wegzudenken ist. Durch neue Marker, wie bei der Flüssigbiopsie, und Messtechniken, wie die Raman-Spektroskopie und Massenspektrometrie, entstehen weitere Potenziale, die es erlauben werden, schnellere und spezifischere laboranalytische Aussagen auf Basis der LOC-Technologie zu machen.

Schlussfolgerungen

Die LOC-Technologie hat das Potenzial, die medizinische Praxis zu verändern, insbesondere in Fällen, in denen das zentrale Labor nicht verfügbar ist oder nicht schnell genug Ergebnisse liefern kann.

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Literatur
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