Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

17.01.2019 | Management | Ausgabe 2/2019

Wiener klinisches Magazin 2/2019

Kosten als Instrument zur Effizienzbeurteilung intensivmedizinischer Funktionseinheiten

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 2/2019
Autoren:
Thomas Maierhofer, Florian Pfisterer, Dr. Andreas Bender, Prof. Dr. Helmut Küchenhoff, Prof. Dr. Onnen Mörer, Prof. Dr. Hilmar Burchardi, Prof. Dr. Wolfgang H. Hartl
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00740-019-0267-0) enthält ausführliche Informationen zu Kosten als Instrument zur Effizienzbeurteilung intensivmedizinischer Funktionseinheiten. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​mk-im zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.
Thomas Maierhofer und Florian Pfisterer haben zu gleichen Teilen zur Arbeit beigetragen.
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 7 · 2018, 113:567–573, https://​doi.​org/​10.​1007/​s00063-017-0315-8 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Hintergrund

Das „Krankenhausstrukturgesetz“ sieht vor, die Landeskrankenhausplanung künftig an Qualitätskriterien zu orientieren. Dabei soll auch die Effektivität der medizinischen Versorgung mittels Kosten-Nutzen-Analysen (KNA) bewertet werden. KNA intensivmedizinischer Funktionseinheiten benötigen zur Objektivierung eine Normierung (Adjustierung) der Kosten an die Ausgangssituation. Die vorliegende Studie wollte untersuchen, inwieweit Behandlungskosten auf patientenspezifische Ausgangsvariablen (u. a. Art und Schweregrad der Grunderkrankung) bezogen werden können.

Methodik

Kosten wurden von 2000–2004 auf 14 Intensivstationen in 9 deutschen Universitätskliniken mittels einer sog. Bottom-up-Methode ermittelt und mit demographischen Variablen bzw. mit Informationen zur Art (International Classification of Diseases [ICD]-10-Codes) und dem Schweregrad (intensivmedizinische Scores) der Grunderkrankung bei Aufnahme auf die Intensivstation zusammengeführt. Verschiedene statistische Modelle wurden zur Beschreibung der Kostendeterminanten untersucht.

Ergebnisse

Ausgewertet wurden 3803 Intensivpatienten. Die gesamten Kosten für die Therapie pro Patient lagen im Median bei 3199 € (Interquartilsabstand [IQR] 1768–6659 €). Die Prognosegüte war bei allen Modellen unzureichend und der geschätzte mittlere absolute Prognosefehler lag mindestens bei 3860 € (relativer Fehler 66 %; Extreme-gradient-boosting-Modell).

Schlussfolgerung

Mit den gegenwärtig verfügbaren Instrumenten (patientenspezifische Ausgangsvariablen) ist eine Normierung der Kosten und damit eine objektive KNA intensivmedizinischer Funktionseinheiten nicht durchführbar. Faktoren, die zum Zeitpunkt der Aufnahme unbekannt sind, scheinen für einen Großteil der anfallenden Kosten verantwortlich zu sein.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Zusatzmaterial
Kosten als Instrument zur Effizienzbeurteilung intensivmedizinischer Funktionseinheiten
740_2019_267_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2019

Wiener klinisches Magazin 2/2019 Zur Ausgabe