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Erschienen in: ProCare 5/2021

01.06.2021 | Pflegebildung

Kooperationsprojekt „temporäre Lernstation“

Studierende der FH Kärnten üben praxisnah den Pflegealltag

Erschienen in: ProCare | Ausgabe 5/2021

Mit der ersten Lernstation Kärntens am Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt können Studierende im letzten Semester ihres Bachelorstudiengangs Pflege an der Fachhochschule Kärnten ihre erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen.
Unter dem Namen NTU — „Nursing Training Unit“ werden Theorie und Praxis auf innovative Weise verbunden. Nach einem einwöchigen Skills Training absolvieren die Studierenden ein fünfwöchiges Berufspraktikum an der Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation, und übernehmen dabei die Rolle der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson und führen den gesamten Pflegeprozess eigenständig durch. Dieser beinhaltet die Organisation, Betreuung und Pflege von Patienten. Am Tagesablauf der Station sowie an den Untersuchungen, Pflege- und Therapiemaßnahmen ändert sich bei der „Nursing Training Unit“ nichts. Dafür sorgen auch speziell ausgebildete Pflegepädagogen und Praxisanleiter, die sich bewusst im Hintergrund halten.
Die Studierenden erhalten dabei die Möglichkeit, die wissenschaftlich theoretisch basierten Erkenntnisse im pflegerischen Alltag mit den ausgebildeten Praxisanleitern umzusetzen. Jeder Student betreut vier bis sechs Patienten. „Für die Auszubildenden ist es wichtig, einen Überblick über den Gesamtprozess der Patientenversorgung innerhalb unseres Krankenhauses zu erlangen“, erklärt die Pflegedirektorin und Projektauftraggeberin am A.ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt, DGKP Silvia Lueger, MSc. „Um zukünftig weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber am Markt zu bleiben, fordern und fördern wir unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen von morgen.

Stress vom Übergang nehmen

„Studien weisen darauf hin, dass der Übergang von Auszubildenden hin zu Berufsanfängern als stressbehaftet wahrgenommen wird und sie sich häufig nicht ausreichend auf ihre zukünftige Rolle als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen und die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten vorbereitet fühlen“, erklärt Projektleiterin Kathrin Radl, BA, MEd, Studiengang Gesundheits-und Krankenpflege an der FH Kärnten, die Motivation zur Einrichtung der ersten Lernstation. Es sei notwendig, bereits im Rahmen des Studiums Lernsituationen zu schaffen, in denen Studierende den Alltag einer Pflegeperson in seiner Gesamtheit kennenlernen und, im geschützten Rahmen, bewältigen können. Die Entwicklung der Auszubildenden wird in regelmäßigen Reflexionsgesprächen und wissenschaftlicher Evaluation durch die Fachhochschule begleitet.

Spannungsfelder und Zukunftsoptionen

Vernetzen, informieren und fortbilden am Pflegekongress21

Der alljährliche pflegekongress bringt im kommenden September Kolleginnen und Kollegen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Praktikerinnen und Praktiker, Lehrende sowie Expertinnen und Experten aus der Pflege zum Vernetzen, Informationsaustausch und zur Weiterbildung in Wien zusammen.
Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops beschäftigen sich mit aktuellen Themen aus Standespolitik, Ethik, Wissenschaft, Recht, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Pflegemanagement, komplementärer Pflege und dem Umgang mit der Pandemie. Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es beispielsweise in Initiativen der Berufsverbände, Spannungsfelder zeigen sich im Umgang mit Hygiene und Menschenwürde und modernes Management muss zwischen Führung und Selbstorganisation einen motivierenden Mittelweg finden. Neue Berufskompetenzen, neue Berufsbilder und neue Qualifikationen werden in Zukunft die Rollenverteilung im österreichischen Gesundheitswesen verändern. Die Mitarbeiter der Gesundheits- und Krankenpflege spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Ethisch entscheiden im Gesundheitswesen

Zertifikatslehrgang ab Herbst in St. Pölten

Je mehr in der modernen Medizin machbar wird, desto öfter sind alle Betroffenen mit ethischen Fragen konfrontiert. Kompetente Beratung und Unterstützung bei schwierigen Entscheidungen, die das Patientenwohl und den Patientenwunsch im Fokus haben müssen, spielen daher eine zunehmend wichtige Rolle. Die Karl-Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften bietet ab kommendem Herbst einen zweisemestrigen Lehrgang Angewandte Ethik und Ethikberatung für Gesundheitsberufe.
Über fachlich gute Medizin und Pflege hinaus steigt der Bedarf an berufsübergreifender Kommunikaion, Zusammenarbeit und gemeinsam gestalteten Entscheidungsprozessen. Ziel des Lehrgangs ist die kompetenzorientierte Fort- und Weiterbildung in allen Gesundheitsberufen für die Etablierung von Ethikarbeit und Ethikberatung in entsprechend wirksamen Strukturen auf Team- und Abteilungsebene, auf Ebene einzelner Einrichtungen und auf Trägerebene des österreichischen Gesundheitswesens.
Der Lehrgang vermittelt Grundlagen, Instrumente und Fähigkeiten zur Klinischen Ethikberatung ebenso wie zur Etablierung und Umsetzung von Ethikboards/Ethikkomitees sowie die Einrichtung eines Ethikkonsiliardienstes auf Ebene einzelner Einrichtungen. Damit können Teams in Gesundheitseinrichtungen in ethischen Konflikten entscheidungs- und handlungsfähig gehalten werden.
Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aller Gesundheitsberufe, die mit ethischen Fragestellungen im Berufsalltag konfrontiert sind. Voraussetzung ist die Ausbildung in einem der Gesundheitsberufe und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung.

Ausbildungsinitiative für Gesundheitspersonal

SeneCura fördert Studienplätze an der IMC FH Krems

Um den steigenden Bedarf nach qualifiziertem Gesundheits- und Pflegepersonal auch künftig decken zu können, fördert die SeneCura Gruppe 15 Studienplätze an der IMC Fachhochschule Krems für die Bachelor-Studiengänge Physiotherapie sowie Gesundheits- und Krankenpflege. Die Ausbildungskosten werden zur Gänze übernommen.
Voraussetzung für eine Teilnahme an dem Förderprogramm ist eine erfolgreiche Absolvierung der Matura bzw. eine Studienberechtigungsprüfung. Die Studienplätze werden für alle Interessierten sowie für Mitarbeitende der SeneCura Gruppe ausgeschrieben und nach einem internen Auswahlverfahren vergeben. Danach erfolgt das Aufnahmeverfahren an der IMC FH Krems. Nach Abschluss ihres Studiums arbeiten die Teilnehmer dieser Ausbildungsinitiative drei Jahre an einem der 85 Standorte der SeneCura Gruppe in Österreich und haben danach die Möglichkeit, im Mutterkonzern — der weltweit agierenden ORPEA-Gruppe — international Karriere zu machen.
„Die qualitätsvolle Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich ist eines unserer wichtigsten strategischen Ziele, das wir mit Kampagnen, Kooperationen und Initiativen erreichen“, so Anton Kellner, CEO der SeneCura Gruppe.
Bewerbung, Lebenslauf und Motivationsschreiben können über das Online-Bewerbungsformular des Stellenangebotes mit der Kennziffer 2021-5192 auf www.senecuragruppe.at eingereicht werden. Anmeldungen für den Studienstart im Herbst 2021 sind ab sofort möglich.
Metadaten
Titel
Kooperationsprojekt „temporäre Lernstation“
Studierende der FH Kärnten üben praxisnah den Pflegealltag
Publikationsdatum
01.06.2021
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
ProCare / Ausgabe 5/2021
Print ISSN: 0949-7323
Elektronische ISSN: 1613-7574
DOI
https://doi.org/10.1007/s00735-021-1359-9