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Kontrazeption und dermatologische Erkrankungen

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Zusammenfassung

Hintergrund

Viele Hauterkrankungen haben eine hormonelle Genese oder endokrine Triggerfaktoren. Daher bieten hormonelle Kontrazeptiva interessante dermatologische Einsatzgebiete.

Ziel der Arbeit

Der vorliegende Beitrag fasst anhand hormonell gut adressierbarer Dermatosen erwünschte und unerwünschte Wirkungen oraler, vaginaler, intrauteriner sowie injizier- und implantierbarer Kontrazeptiva zusammen.

Material und Methoden

Diese Arbeit ist auf Basis einer Literaturrecherche in PubMed mit den Suchbegriffen contraception, skin disease, dermatology, hormonal therapy, seborrhea, acne und hirsutism entstanden.

Ergebnisse

In der Behandlung von Seborrhö, Akne, Hirsutismus und androgenetischer Alopezie stellen orale kombinierte Kontrazeptiva und Vaginalringe die wichtigsten Therapiesäulen dar. Eine individualisierte hormonelle Verhütung unter gezielter Nutzung gestagener Partialwirkungen und vorteilhafter Applikationswege kann unerwünschte Hauteffloreszenzen minimieren. Östrogenfreie Therapeutika wie Hormonspirale, „progestogen-only pill“ (POP) oder Gestagenimplantate verschlechtern die meisten hier vorgestellten dermatologischen Erkrankungen.

Schlussfolgerung

Durch intensivere Erforschung bekannter Kontrazeptiva mit objektivierter Erfassung dermatologischer (Neben‑)Wirkungen lassen sich in Zukunft sicher weitere Indikationsgebiete identifizieren.
Titel
Kontrazeption und dermatologische Erkrankungen
Verfasst von
Dr. med. Philipp Koppenhagen
Prof. Dr. Ludwig Kiesel
Publikationsdatum
04.09.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 1995-6924
Elektronische ISSN: 2520-8500
DOI
https://doi.org/10.1007/s41975-025-00410-0
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Bildnachweise
Hormonersatztherapie /© VectorMine / stock.adobe.com