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10.05.2019 | originalarbeit | Ausgabe 1-2/2019 Open Access

Psychotherapie Forum 1-2/2019

Konstruktionen und Kulturen von Krankheit aus Gender-Perspektive

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum > Ausgabe 1-2/2019
Autor:
Bettina Zehetner
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Im Bereich der Norm sind Krankheit und Geschlecht eng miteinander verknüpft. In Krankheitsbildern, ihrer Interpretation und Behandlung werden „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ inszeniert. Geschlechtsspezifische Krankheitsformen beinhalten darum auch kritisches Potenzial, indem sie das Leiden an Geschlechternormen demonstrieren. Bestimmte psychosomatische Störungsbilder treten bei Männern und Frauen in unterschiedlicher Häufigkeit auf und sind unterschiedlich sozial „legitim“: Essstörungen, Angststörungen und Depressionen sind vom Rollenbild her eher „akzeptabel“ für Frauen als für Männer – Frauen, das psychosomatische Geschlecht? Anhand diverser Störungsbilder wird gezeigt, wie die Anpassung an überfordernde Verhältnisse und widersprüchliche Geschlechternormen krank machen kann und wie umgekehrt Krankheit als Verweigerung von Anpassung durchaus ein Zeichen psychischer Gesundheit sein. Abschließend werden Ansätze für eine emanzipatorisch wirksame Haltung in der Psychotherapie diskutiert.
Literatur
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