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Kognitive Defizite beim Burnout-Syndrom – Ein Überblick

  • 01.03.2017
  • review
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Durch die steigende Prävalenz des Burnout-Syndroms entwickelt sich dieses zu einem Thema zunehmenden wissenschaftlichen Interesses. Neben emotionaler Erschöpfung und Depersonalisation wirkt sich vor allem die persönliche Leistungseinschränkung auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte aus. In den letzten Jahren wird diese Leistungseinschränkung immer häufiger mit kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht. Derzeit gibt es jedoch nur wenige objektive Studien zu kognitiven Defiziten bei Menschen mit Burnout-Syndrom. Dieser Artikel gibt einen Überblick über 16 Studien, die kognitive Fähigkeiten bei Personen mit Burnout-Symptomen untersuchten. Die Ergebnisse sind zum Teil widersprüchlich, was u. a. auf methodische Unterschiede zurückzuführen ist. Kognitive Defizit, welche von den meisten Studienautoren gefunden wurden, betrafen die Exekutiven Funktionen (v. a. Arbeitsgedächtnis, Aktualisieren und Überwachen von Gedächtnisinhalten, Hemmung automatischer/dominanter Antworten) und die Daueraufmerksamkeit. Multifaktorielle Ursachen werden bei der Entstehung der kognitiven Defizite vermutet.

Ausblick

Zielgerichtete Langzeitstudien sind notwendig, um die betroffenen kognitiven Funktionen zu identifizieren und eine Aussage über den kausalen Zusammenhang zwischen dem Burnout-Syndrom und spezifischen kognitiven Beeinträchtigungen treffen zu können.
Titel
Kognitive Defizite beim Burnout-Syndrom – Ein Überblick
Verfasst von
Karin Riedrich
Elisabeth M. Weiss
Nina Dalkner
Eva Reininghaus
Ilona Papousek
Andreas Schwerdtfeger
Helmut K. Lackner
Bernd Reininghaus
Publikationsdatum
01.03.2017
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
neuropsychiatrie / Ausgabe 1/2017
Print ISSN: 0948-6259
Elektronische ISSN: 2194-1327
DOI
https://doi.org/10.1007/s40211-017-0217-2
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