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04.10.2018 | Originalien | Ausgabe 3/2018 Open Access

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 3/2018

Körperliche Aktivität, Bewegung und Sport bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen > Ausgabe 3/2018
Autor:
M.D. Heimo H. Wenzl

Zusammenfassung

Regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und werden von der WHO empfohlen. Bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist die physische Aktivität hauptsächlich aufgrund krankheitsbedingter Einschränkungen reduziert. Dennoch sehen viele Patienten in körperlicher Bewegung ein probates Mittel, um ihre Erkrankung günstig zu beeinflussen und das Wohlbefinden zu verbessern. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass körperliche Aktivität von geringer oder moderater Intensität bei CED-Patienten ohne oder mit leichter Krankheitsaktivität zu keiner Verschlechterung führt und die Lebensqualität verbessern kann. Hohe körperliche Aktivität vor Erkrankungsbeginn könnte das Auftreten von Morbus Crohn reduzieren. Hypothetische Mechanismen für einen günstigen Einfluss von körperlicher Aktivität auf CED beinhalten Effekte auf Autophagie, Immunfunktion, Darmflora und Psyche. Stärkere und lang andauernde körperliche Belastung hat unbekannte Effekte auf den Verlauf von CED, kann jedoch schon beim Gesunden zu einer Störung der Darmfunktion führen. Obwohl spezifische evidenzbasierte Richtlinien fehlen, sollten Patienten in Remission oder mit milder Krankheitsaktivität zu regelmäßiger körperlicher Aktivität ermuntert werden, wobei die Auswahl und Intensität der Übungen oder Sportart individuell zu erfolgen hat.
Literatur
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