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01.08.2014 | Bindung und Psychotherapie | Ausgabe 2/2014

Psychotherapie Forum 2/2014

Klinische Bindungsforschung mit dem Adult Attachment Projective Picture System: Methodik, klinische Anwendung und Perspektiven

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum > Ausgabe 2/2014
Autoren:
Ph.D. Anna Buchheim, Ph.D. Manuela Gander, Ph.D. Florian Juen

Zusammenfassung

Das Adult Attachment Projective Picture System (AAP) ist ein valides, reliables Instrument zur Erfassung der Bindungsrepräsentation bei Erwachsenen. Es sind bereits vielfältige klinische und neurobiologische Studien mit diesem Instrument durchgeführt worden, die in dieser Übersicht zusammengefasst werden. Wir berichten anhand von Fallbeispielen störungsspezifische Charakteristika anhand von AAP-Narrativen von Patienten. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im klinischen Kontext das AAP bei verschiedenen Störungsbildern auch im Rahmen von Psychotherapieforschung valide einsetzbar ist. Die ökonomische Durchführung des AAP eignet sich sehr gut dazu, das AAP auch in der klinischen Routine einzusetzen. Dieses Instrument kann auch für den Jugendbereich angewandt werden. Noch gibt es wenige Untersuchungen mit diesen Methoden zur Veränderbarkeit von Bindung durch Psychotherapie. Wir berichten über die Ergebnisse einer Psychoanalyse-Studie, bei der erstmals bei chronisch depressiven Patienten neben der symptomatischen Veränderung die signifikante Veränderung von unverarbeiteten Traumata nach 15 Monaten psychoanalytischer Behandlung sowie neuronale Veränderungen in depressionsrelevanten Arealen festgestellt wurden. Dazu wurde ein fMRT-Paradigma mit dem AAP eingesetzt. Die jeweils modifizierte Anwendung des AAP im neurowissenschaftlichen Kontext eröffnet neue Möglichkeiten für die experimentelle Untersuchung neuronaler Korrelate von Bindungsmustern bei Gesunden und Patienten. Befunde zu neuronalen Korrelaten von Bindungstraumata bei Borderline-Patientinnen untermauern einen klinisch relevanten Aspekt des Verlassenwerdens und Alleinseins bei dieser Patientengruppe.

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