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01.06.2014 | Originalien | Ausgabe 3/2014

Pädiatrie & Pädologie 3/2014

Kindliche Beinachsen und Füße in ihrer physiologischen Entwicklung

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 3/2014
Autoren:
Dr. T. Kraus, G. Steinwender

Zusammenfassung

Die Entwicklung der unteren Extremität durchläuft altersspezifische Charakteristika, die einer enormen Breite an Normvarianten unterliegen. Die Beinachsentwicklung führt in der Frontalebene im Säuglingsalter zu physiologischen O-Beinen und im Kleinkindessalter zu X-Beinen, die sich bis zum Schulalter wieder begradigen, wobei ein leicht „physiologisches“ X-Bein verbleibt (etwa 7°). In der Transversalebene zeigt sich bei der Geburt ein großer Femurantetorsionswinkel, der mit der Vertikalisierung des Kindes allmählich abnimmt, um im Erwachsenenalter einen Wert von 7–12° zu erreichen. Die Tibia dreht sich im Laufe des Wachstums kontinuierlich nach außen, bis sie im Schulalter etwa 25° erreicht. Die hohe Femurantetorsion bei noch geringer Tibiatorsion im (Klein-)Kindesalter führt zu einem sog. Antetorsionssyndrom, dem in der Regel kein pathologischer Wert beizumessen ist. Der Kinderfuß wächst bis zum vierten Lebensjahr sehr schnell und geht dann in ein langsameres Wachstum über. Das Fußwachstum ist früher als das restliche Körperwachstum abgeschlossen. Gang und Abrollverhalten des Fußes ändern sich während der ersten Lebensjahre stark und unterliegen einer großen Schwankungsbreite. Charakteristisch für das Kleinkindesalter ist der physiologische Knick-Senk-Fuß. Die während des Wachstumsalters auftretenden physiologischen Veränderungen der drei „Etagen“ der unteren Extremität (Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß) beeinflussen sich gegenseitig und müssen bei der klinischen Untersuchung in einen Kontext gebracht werden.

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