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13.08.2018 | Neue Versorgungslandschaften | Sonderheft 1/2018 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 1/2018

Kinderschutz in Kinder- und Jugendkliniken

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Sonderheft 1/2018
Autor:
Univ.-Prof. Dr. Peter J. Scheer
Wichtige Hinweise
Der vorliegende Beitrag basiert auf einem Vortrag beim 1. Österreichischen Tag für pädiatrische Psychosomatik, Leoben, Juni 2017.

Zusammenfassung

Ärzte nehmen sich misshandelter und missbrauchter Kinder an. Gesellschaftliche Definitionen, was Misshandlung und was Missbrauch sind, haben sich in Europa historisch geändert. In anderen Ländern und Kulturen bestehen andere Auffassungen.
Kinderschutzarbeit, wie sie der Autor mit Michael Höllwarth und gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen 1990 in Graz begonnen hat, hat nur ein Ziel: Beendigung der Noxe, Ende der Misshandlung und des Missbrauchs. Ziele wie Verbesserung der psychosozialen Lage, regelmäßiger Schulbesuch und andere mehr sind nicht Aufgabe der Kinderschutzarbeit. Kinderschutzarbeit ist immer interdisziplinär. Die Zusammenarbeit in den Gruppen soll egalitär sein. Die heutige gesetzliche Lage (Ärztegesetz, Strafgesetz) ermöglicht es den Kinderschutzgruppen in allen österreichischen Spitälern von einer Anzeige abzusehen, wenn es im Interesse des Kindes ist. Dabei muss die Kooperation der Familie vorliegen und die Misshandlung darf nicht lebensbedrohlich sein. Kinderschutzarbeit ist wichtig, herausfordernd, aber rechtlich widersprüchlich. Der Lohn der Arbeit sind Kinder, die man davor bewahrt weiter Gewalt ausgesetzt zu sein.
Literatur
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