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26.07.2019 | Komorbiditäten | Ausgabe 5/2019

rheuma plus 5/2019

Kardiovaskuläre Komorbiditäten bei rheumatoider Arthritis

Zeitschrift:
rheuma plus > Ausgabe 5/2019
Autoren:
Prof. Dr. K. Krüger, H. Nüßlein
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Krause, Berlin
K. Krüger, München
Erstveröffentlichung in Z Rheumatol 2019. 78:221–227. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00393-018-0584-5

Zusammenfassung

Etwa 80 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) leiden an Begleiterkrankungen, darunter mehr als die Hälfte an kardiovaskulären Komorbiditäten. Entzündungsaktivität ist dabei das Bindeglied zwischen RA, Arteriosklerose und koronarer Herzerkrankung, Schlaganfällen, thrombembolischen Komplikationen und Herzinsuffizienz – sämtliche dieser kardiovaskulären Manifestationen kommen bei RA-Patienten rund doppelt so häufig wie in der Normalbevölkerung vor und stellen eine häufige Todesursache dar. Neben Entzündungsaktivität, die durch optimale Behandlung und Einstellung der Grunderkrankung reduziert oder sogar eliminiert werden kann, erhöhen traditionelle kardiovaskuläre Risikofaktoren das Risiko. Auch diese sind bei RA-Patienten gehäuft, bleiben aber wegen defizitärer Erfassung oft lange unerkannt und unbehandelt. Könnte dieses Defizit verringert werden, würde sich das auch auf die Lebenserwartung des Rheumatikers positiv auswirken: So wurde durch Behandlung einer relevanten Hyperlipoproteinämie die Mortalität reduziert. Auch Antirheumatika nehmen auf das kardiovaskuläre Risiko Einfluss: NSAR (nichtsteroidale Antiphlogistika) und Glukokortikoide erhöhen bei Langzeitanwendung dosisabhängig das Risiko, durch Hydroxychloroquin, Methotrexat und Biologika wird es deutlich verringert. Da hausärztlich das erhöhte kardiovaskuläre Risiko durch entzündlich rheumatische Erkrankungen wenig bekannt ist, sollte zumindest das Screening auf Risikofaktoren beim internistischen Rheumatologen erfolgen. In einer eigenen Studie konnten wir zeigen, dass Screening standardisiert ohne großen Zeitaufwand durch die rheumatologische Fachassistentin durchgeführt werden kann und damit trotz Zeitmangels in der Rheumapraxis machbar ist. Weitere Studien liefern zusätzliche Ansätze zur einfachen Risikoerfassung. Diese sollte je nach individuellem Risiko alle 1 bis 5 Jahre erfolgen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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