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Jahrestagung für Kardiologische Pflege und MTD

  • 13.10.2025
  • Kardiologie
  • Kongressbericht
  • Zeitungsartikel
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Die Vorträge der Tagung unter dem Motto „Neues Denken“ deckten ein breites Spektrum aktueller Themen ab – von der Bedeutung von Telemedizin über Innovationen rund um die TAVI bis hin zu den Chancen und Herausforderungen von PCI.

Die AG Kardiologische Pflege und medizinisch-therapeutisch-diagnostische Gesundheitsberufe. 


Vom 12. bis 13. September 2025 fand am Campus der Universität Wien die 35. Jahrestagung für kardiologische Pflege und medizinisch-therapeutisch-diagnostische Gesundheitsberufe (MTD) statt. Unter dem Motto „Neues Denken“ luden Suzan Yamuti und Doz. Georg Delle Karth zu einem spannenden und vielseitigen Programm ein.

Seit über 20 Jahren engagiert sich Suzan Yamuti in der Arbeitsgruppe und hat die Entwicklung der Arbeitsgruppe durch zahlreiche nationale und internationale Beiträge maßgeblich geprägt. Mit rund 235 Teilnehmer:innen waren die Hörsäle bestens gefüllt und das Publikum war aufmerksam und erwartungsvoll. Die Vorträge deckten ein breites Spektrum aktueller Themen ab – von der Bedeutung von Telemedizin über Innovationen rund um die TAVI bis hin zu den Chancen und Herausforderungen von PCI. Besonders die praxisnahen Workshops machten die Inhalte greifbar und ermöglichten einen fachlichen Austausch.

Highlights

Ein Höhepunkt des Programms war der Impulsvortrag von Frau Blumencron zum Thema Kommunikation. Für eine erfolgreiche Deeskalation braucht es – so ihre Botschaft – Paraphrasieren, gezielte Pausen, ein wertschätzendes Gegenübertreten und die Fähigkeit, nicht vorschnell zu bewerten. Im Anschluss an den Vortrag bot eine lebhafte und multidisziplinäre Podiumsdiskussion die Möglichkeit, die vorgestellten Aspekte praxisnah zu reflektieren. uch die psychologische Sicherheit im Team wurde in einem Vortrag zur multidisziplinären Zusammenarbeit betont: Nur wenn alle Beteiligten ihre Gedanken und Sorgen offen äußern können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen, kann echte Zusammenarbeit gelingen und die Patientensicherheit nachhaltig gestärkt werden.

Ein weiterer spannender Vortrag von Prof. Thomas Szucs aus der Schweiz widmete sich dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und zeigte praxisnahe Anwendungen, mit denen Diagnostik und Patientenversorgung künftig verbessert werden können.

A. Bakker, S. Yamuti, Prof. Dr. J. Miczoch, B. Hauer und R. Graf


Rückblick & Ausblick

Ein besonderer Moment der Tagung war der Rückblick auf die Geschichte der Arbeitsgruppe Pflege und MTD-Gesundheitsberufe. Im Jahr 1993 wurde sie in die ÖKG aufgenommen – mit dem Ziel, Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen, Qualifikationen zu erweitern und eine Standardisierung in der kardiologischen Pflege und sowie bei den MTD-Gesundheitsberufen voranzutreiben. Dieser Rückblick zeigte eindrucksvoll, wie sich aus den ersten Initiativen eine tragfähige Plattform entwickelt hat, die heute fest in der Fachgesellschaft verankert ist und maßgeblich zur Professionalisierung der Berufsgruppen beiträgt.

Abschließend lässt sich sagen: „Neues Denken“ bedeutet nicht, Altes zu verwerfen – sondern bewährte Ansätze mit neuen Perspektiven zu verbinden. So entsteht Innovation aus Erfahrung, und aus Altbekanntem kann Neues wachsen.

Erfreulich ist, dass die Rückmeldungen aus den Feedback-Fragebögen zeigen, dass alle Teilnehmenden die Jahrestagung weiterempfehlen würden.

Save the Date

Wir freuen uns schon jetzt auf die 36. Jahrestagung von 9. bis 10. Oktober 2026 in St. Pölten – save the Date!

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Titel
Jahrestagung für Kardiologische Pflege und MTD
Schlagwort
Kardiologie
Publikationsdatum
13.10.2025
Bildnachweise
Tagungsteilnehmende /© Hinterbuchner, 11140541/© Hinterbuchner