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01.08.2015 | original article | Ausgabe 15-16/2015

Wiener Medizinische Wochenschrift 15-16/2015

Ist Psychopathie psychophysiologisch fassbar?

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 15-16/2015
Autoren:
PhD Univ.Prof. Dr. Josef Grünberger, Jutta Heilmann, Thomas Wisnecky, Katinka Keckeis, Daniel Prattinger, Karl-Heinz Ronovsky, Michael Grünberger, Anna Bösch, Hans Stöhr

Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, festzustellen, ob sich die Pupillometrie als diagnostisches Instrument zur Identifizierung und weiteren Differenzierung von Psychopathie nach dem Konzept von Hare bei nach § 21/2 StGB Untergebrachten eignet. Da die Psychopathie neben Verhaltens- auch psychophysiologische Korrelate aufweist, welche mittels Pupillometrie festgestellt werden können, könnte so mit einer nicht-invasiven Methode Psychopathie diagnostiziert und in weiterer Folge die weiterführende Therapie an die Diagnostik angepasst werden. Zur Identifizierung psychopathischer Verhaltensweisen und Persönlichkeitszüge wurde die Hare Psychopathy Checklist-Revised (PCL-R) eingesetzt, mit deren Hilfe die Untergebrachten in 4 Gruppen eingeteilt wurden (PCL-Score von 0–10, 11–20, 21–30, 31–40). Mittels Pupillometrie ist eine objektivierbare Messung der Amplitude der Pupillenoszillation möglich, wobei diese Variablen einen Hinweis auf die zentralnervöse Aktivierung/Desaktivierung liefern. Dabei zeigten sich die Amplituden der einzelnen Gruppen umso kleiner, je höher ihr PCL-R-Wert war. Daraus lässt sich schließen, dass die zentralnervöse Aktivierung mit einer höheren Punktzahl in der PCL-R abnimmt und Psychopathie mit einer zentralnervösen Desaktivierung einhergeht.

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Literatur
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