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06.04.2020 | Originalien | Ausgabe 2/2020

Urologie in der Praxis 2/2020

Intermittierender Selbstkatheterismus – Eine Therapiemöglichkeit bei Blasenentleerungsstörungen

Zeitschrift:
Urologie in der Praxis > Ausgabe 2/2020
Autoren:
MScN Rita Willener, MScN Doris Kisslig, Ana Patricia da Silva, Dr. med Meike Duthaler, Prof. Dr. med George Thalmann
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) ist der Goldstandard für Patientinnen und Patienten mit funktionellen, neurogenen oder obstruktiven Blasenentleerungsstörungen, bei denen keine operative Therapieoption besteht. Diese schmerzlose Therapie wird ärztlich verordnet, und die Patientinnen und Patienten werden durch spezialisiertes, diplomiertes Pflegepersonal darin geschult. Die Betroffenen erlernen den ISK in der Regel rasch, integrieren ihn in ihr tägliches Leben und gewinnen dadurch meistens an Lebensqualität und Unabhängigkeit. Seit 2016 bietet die Universitätsklinik für Urologie am Inselspital Bern ein durch die Pflegeexpertin geleitetes Schulungsprogramm für ISK an. In den letzten 4 Jahren wurde bei 177 Frauen und 253 Männer die Indikation zum ISK gestellt, und die 430 Patientinnen und Patienten wurden erstmals ambulant dazu beraten und geschult. Beim telefonischen Follow-up nach 1 Woche fühlten sich 75 % der befragten Personen bei der Durchführung des ISK immer sicher und weitere 20 % meistens sicher. Alle Patientinnen und Patienten schätzten es sehr, dass sie für die Schulung nicht stationär aufgenommen wurden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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