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11.03.2020 | Inkontinenz | MKÖ | Ausgabe 1/2020

Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich 1/2020

Physio- und sporttherapeutische Konzepte bei Inkontinenz

Zeitschrift:
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich > Ausgabe 1/2020
Autoren:
Prof. Dr. Birgit Schulte-Frei, Evelyn Schwenner
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Physiotherapeutische Konzepte haben sich im Kontext der Behandlungsoptionen diverser Formen von Inkontinenz mittlerweile im therapeutischen Alltag etabliert. Fokus ist eine Optimierung der muskulären Leistungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur (PFM [„pelvic floor muscles“]) hinsichtlich verbesserter Sensomotorik und Kraft auf der Grundlage einer differenzierten Analyse und Befunderhebung. Damit soll erreicht werden, dass der Beckenboden den verschiedensten Belastungen in Alltag, Beruf und Sport standhalten kann.
Auch wenn die Datenlage vergleichsweise gering ist, besteht eine hohe Evidenz hinsichtlich der unterschiedlichen Konzepte. Aus physiotherapeutischer Perspektive existieren jedoch noch viele theoretische und praktische Unsicherheiten in Bezug auf eine optimale Trainingssteuerung für die PFM. Dies ergibt sich u. a. aufgrund der besonderen biomechanischen Gegebenheiten.
Ein weiteres Problem ist, dass die bisher etablierten Trainingsformen eines isolierten und weitestgehend konzentrischen Trainings der PFM nicht den Anforderungen in Alltag, Beruf und Sport entsprechen und demnach nur einen Einstieg in das Training und auch in die Therapie darstellen können. Es fehlen weiterführende evidenzbasierte Konzepte, welche zur alltäglich geforderten Belastung überführen und die über z. B. die Anleitung für korrektes Aufstehen und Hinsitzen hinausgehen. Dazu ist es notwendig, dass auch ein komplexes und reaktives Training der PFM in den Trainingsprozess integriert wird.
Sportwissenschaftliche Erkenntnisse sind seit vielen Jahren wichtiger und damit fester Bestandteil rehabilitativer Konzepte. In Untersuchungen mit u. a. (Hoch‑)Leistungssportler*innen konnten orientierende Handlungen für die Therapie herausgearbeitet werden. In der Gynäkologie und Urologie besteht hier immer noch ein deutlicher Nachholbedarf. Der Artikel zeigt u. a. auf, inwiefern die Sportwissenschaft entsprechende Konzepte positiv bereichern kann.

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Literatur
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