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01.08.2016 | consensus report | Sonderheft 4/2016 Open Access

Wiener klinische Wochenschrift 4/2016

Impfungen bei Immundefekten/Immunsuppression – Expertenstatement und Empfehlungen

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 4/2016
Autoren:
Univ. Prof. Dr. Ursula Wiedermann, Harald H. Sitte, Heinz Burgmann, Alexander Eser, Petra Falb, Heidemarie Holzmann, Maria Kitchen, Marcus Köller, Herwig Kollaritsch, Michael Kundi, Hans Lassmann, Ingomar Mutz, Winfried F. Pickl, Elisabeth Riedl, Maria Sibilia, Florian Thalhammer, Barbara Tucek, Werner Zenz, Karl Zwiauer

Zusammenfassung

Immunsuppression unterschiedlicher Genese ist mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden; daher ist die Prävention von impfpräventablen Erkrankungen bei den betroffenen Personengruppen besonders wichtig. Allerdings ist das Angehen von Impfungen oftmals reduziert bzw. die Applikation von Lebendimpfungen während Immunsuppression kontraindiziert.
Im folgenden Expertenstatement wurden Empfehlungen zur Impfversorgung auf der Basis bestehender Evidenz und auf theoretischen/immunologischen Überlegungen erarbeitet. Ein erster, allgemeiner Teil geht auf Wirksamkeit und Sicherheit von Impfungen bei Immunsuppression, Wirkmechanismen immunsuppressiver Medikamente und empfohlene Zeitabstände zwischen immunsuppressiven Behandlungen und Impfungen ein. Ein Kernstück dieses Teils ist die Graduierung der Immunsuppression in drei Stadien, i. e. keine relevante, leichte bis mittelgradige und schwere Immunsuppression und die Zuordnung von diversen Medikamenten (einschließlich Biologika) zu einem dieser drei Immunsuppressionsgrade, gefolgt von einer Übersicht der im jeweiligen Stadium möglichen und nötigen Impfungen.
Im zweiten speziellen Teil werden detaillierte Impfempfehlungen bei häufigen immunsuppressiven Erkrankungen bzw. unter immunsuppressiven Therapien behandelt. Dabei wurden auf angeborene Immundefekte, chronische Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, solide Tumoren und hämatologische Malignome, hämatopoietische Stammzelltransplantation, Transplantation solider Organe, Asplenie, rheumatologische-, gastroenterologische-, dermatologische, neurologische Erkrankungen, Biologika in der Schwangerschaft und HIV-Infektion eingegangen. Diese in Österreich erstmals zusammengefassten Impfempfehlungen sollen in der Praxis zu einer erleichterten und verbesserten Impfversorgung dieser Patientengruppen und deren Kontaktpersonen beitragen.
Literatur
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