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Im Dilemma zwischen Freiheit und Verbot

  • 01.09.2015
  • Editorial
Erschienen in:

Auszug

Die Übertragung von Informationen in mehr oder weniger Echtzeit ist Teil unseres Alltags. Das könnte für viele Menschen sehr hilfreich eingesetzt werden, indem wesentliche Informationen beispielsweise für eine medizinische Entscheidungsfindung schnell verfügbar sind und zusammengeführt werden können. Allerdings: Während Millionen Menschen in sozialen Netzwerken ihre oft sehr intimen Informationen ziemlich bedenkenlos quasi öffentlich machen, ist der Datenaustausch im medizinischen Bereich heiß diskutiert und mit zahlreichen Barrieren versehen, der an Datenschutz und bürokratischen Hürden bisweilen scheitert oder zumindest von diesen häufig beeinträchtigt und gehemmt wird. Datenschutzbedenken können da recht hartnäckig den Informationsaustausch zum Wohle des Patienten behindern, wenn beispielsweise der Datentransfer von einem Spital in Wien in ein mit diesem eng kooperierendes Krankenhaus in einem anderen Bundesland verweigert wird. Oder auch, wenn Computer die persönliche Anmeldung des Nutzers nach einem vorgegebenen – etwa halbstündigen – Zeitraum von selbst durch automatisches Ausloggen, immer wieder neu erfordern. Zeit- und Nervenverlust sind da vorprogrammiert …
Titel
Im Dilemma zwischen Freiheit und Verbot
Verfasst von
V. Kienast
Publikationsdatum
01.09.2015
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Wiener klinisches Magazin / Ausgabe 4/2015
Print ISSN: 1869-1757
Elektronische ISSN: 1613-7817
DOI
https://doi.org/10.1007/s00740-015-0069-y