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01.10.2017 | Die Mädchensprechstunde | Ausgabe 3/2017

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz 3/2017

Hypogonadismus bei jungen Frauen

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz > Ausgabe 3/2017
Autoren:
PD Dr. Vanadin Seifert-Klauss, Dr. Sabine Fillenberg, Dr. Monika Schmidmayr, Dr. Allessandra Tramontana
Wichtige Hinweise

Allessandra Tramontana ist die leitende Redakteurin der „Mädchensprechstunde“, war an der Erstellung des Manuskripts nicht beteiligt.

Dieser Beitrag wird auch im Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 2017, https://​doi.​org/​10.​1007/​s41974-017-0010-z veröffentlicht.

A correction to this article is available online at https://​doi.​org/​10.​1007/​s41975-017-0027-8.

Zusammenfassung

Hypogonadismus bei prämenopausalen Frauen ist in der gynäkologischen Praxis ein häufiges Problem. Eventuelle funktionelle Hintergründe und die korrekte Störungsebene in der Achse Hypothalamus – Hypophyse – Ovar sollten zur Abklärung von Amenorrhö und Oligomenorrhö identifiziert werden, die als die häufigsten Symptome auftreten. Isolierte Anovulation als mildeste Form des Hypogonadismus kann trotz adäquater Östrogenproduktion und regelmäßiger Zyklen auftreten und durch isoliert niedriges luteales Progesteron detektiert werden. Die Bestimmung von Luteinisierendem Hormon (LH), Follikelstimulierendem Hormon (FSH), Prolaktin und Estradiol erlaubt die diagnostische Abgrenzung der häufigeren hypothalamischen und hypophysären Ursachen des Hypogonadismus von der primären ovariellen Insuffizienz (POI), einer selteneren, aber ernsten Diagnose bei jungen Frauen, die nur symptomatisch behandelt werden kann und die eine genetische Mutterschaft für die Zukunft meistens ausschließt. Mittels Bestimmung von Thyreoidea-Stimulierendem Hormon (TSH) können Schilddrüsenerkrankungen als relevante Ursache von Zyklusstörungen erkannt werden.

Das Syndrom polyzystischer Ovarien (PCOS) tritt bei 3–8 % der jungen Frauen auf und die gehäufte Anovulation ist ein zentrales Merkmal. Wegen der assoziierten Hyperandrogenämie sind viele Frauen von Akne und Hirsutismus betroffen, was zu einer erhöhten Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Häufig assoziierte gesundheitliche Komplikationen bei PCOS sind Infertilität, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, Endometriumhyperplasie und Corpuskarzinom. Zu den Gesundheitsrisiken gehören auch Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes oder Präeklampsie. Die Bestimmung von Testosteron, Dehydroandrosteron-Sulfat (DHEAS) und Sexualhormon-bindendem Globulin (SHBG) im Serum ist indiziert, wenn aus klinischen Gründen ein PCOS angenommen wird.

Die Behandlungsoptionen von Hypogonadismus variieren, je nachdem ob die hormonellen Veränderungen vorübergehend (funktional) oder chronisch sind, und unterscheiden sich für Frauen, die eine Schwangerschaft anstreben, und jene, die eine Kontrazeption benötigen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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