Hyperhomocysteinämie bei Patienten/innen mit retinalen arteriellen Verschlüssen – gibt es Evidenz für einen Benefit einer therapeutischen Homocysteinsenkung?
- 01.08.2013
- originalarbeit
- Verfasst von
- Dr. Christoph Leisser
- S. Christmann
- A. Bodsch
- N. Schrage
- Erschienen in
- Spektrum der Augenheilkunde | Ausgabe 4/2013
Zusammenfassung
Hintergrund
Hyperhomocysteinämie, die bei mehr als 60 % der Patienten/innen vorliegt, zählt zu den unabhängigen Risikofaktoren bei retinalen Arterienverschlüssen.
Methode
120 Patienten/innen mit RAO wurden bezüglich Vorliegen einer Hyperhomocysteinämie ausgewertet und die aktuelle Literatur zur Homocysteinsenkung diskutiert.
Resultate
Eine Hyperhomocysteinämie von > 10 µmol/l lag bei 82,5 % und eine Hyperhomocysteinämie von > 15 µmol/l bei 44,3 % unserer Patienten/innen vor. Der mittlere Homocysteinplasmaspiegel war 15,5 µmol/l ± 6 µmol/l. Nebenbefundlich konnte bei 64,2 % eine arterielle Hypertonie, bei 55 % eine Hypercholesterinämie und bei 17,5 % ein Diabetes mellitus erhoben oder neu diagnostiziert werden.
Schlussfolgerung
Hyperhomocysteinämie zählt zu den häufigsten Comorbiditäten der retinalen arteriellen Verschlüsse, jedoch kann zum aktuellen Zeitpunkt eine Homocysteinsenkung bei Patienten/innen mit RAO bis zum Vorliegen von Studien, die einen Benefit zeigen, nicht routinemäßig empfohlen werden.
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- Titel
- Hyperhomocysteinämie bei Patienten/innen mit retinalen arteriellen Verschlüssen – gibt es Evidenz für einen Benefit einer therapeutischen Homocysteinsenkung?
- Verfasst von
-
Dr. Christoph Leisser
S. Christmann
A. Bodsch
N. Schrage
- Publikationsdatum
- 01.08.2013
- Verlag
- Springer Vienna
- Erschienen in
-
Spektrum der Augenheilkunde / Ausgabe 4/2013
Print ISSN: 0930-4282
Elektronische ISSN: 1613-7523 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00717-013-0175-4
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