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01.09.2015 | Leitthema | Sonderheft 2/2015

Pädiatrie & Pädologie 2/2015

Hochspezialisierte Medizin in der Schweiz: Sicht des Kinderspitals Luzern

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Sonderheft 2/2015
Autor:
Prof. Dr. med. T. J. Neuhaus

Zusammenfassung

Die hochspezialisierte Medizin (HSM) wird in der Schweiz auf Bundesebene zentralisiert. Gesetzlich vorgeschrieben sind die WZW-Kriterien (wirksam, zweckmäßig, wirtschaftlich). Die Kindermedizin ist im Vergleich zur Adultmedizin bereits hochspezialisiert und zentralisiert. In der Zentralschweiz stehen dem einzigen Kinderspital Luzern zwölf Adultspitäler gegenüber. Für die Hypothese der HSM, dass schweizweite Zentralisierung, hoher Patientenload und universitäre Versorgung die Qualität erhöhen und die Kosten senken, wurde der Nachweis in vielen Bereichen inkl. Pädiatrie/Kinderchirurgie nicht erbracht. In der Neonatologie mit 9 Standorten war ein hoher Patientenload kein Qualitätskriterium und nicht universitäre Spitäler waren den Unikliniken vergleichbar. Die Qualitätsdaten für die pädiatrische Onkologie mit ebenfalls 9 Standorten zeigten im Vergleich mit Europa ein sehr gutes 5-Jahres-Survival von 85 %. Fazit: Eine Zentralisierung im Rahmen der HSM ist sinnvoll. Voraussetzung sind aber folgende Grundlagen: Entwicklung aus vorhandenen und gut funktionierenden Kooperationen und Netzwerken, Outcome-Qualitätsdaten und Konzentration auf mehrere universitäre und nicht universitäre Standorte.

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Literatur
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