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06.03.2020 | HNO | Originalien | Ausgabe 3/2020 Open Access

Pädiatrie & Pädologie 3/2020

Cochleaimplantate bei Kindern

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Dr. Alice B. Auinger, Univ. Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

In Österreich kommen 1–2 Kinder von 1000 mit einer hochgradigen Hörstörung zur Welt. Durch die Einführung des Neugeborenenhörscreenings wurde das Diagnosealter signifikant gesenkt. Eine frühzeitige Hörgeräteversorgung mit Frühförderung ist nicht nur unabdingbar für die weitere Sprachentwicklung, sondern auch für die Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Bei ausbleibendem Erfolg einer optimalen Hörgeräteversorgung stellt sich die Indikation zur Implantation eines Cochleaimplantats (CI), die bevorzugt im ersten Lebensjahr erfolgt, um eine normale Sprachentwicklung zu ermöglichen. Die präoperative Diagnostik umfasst schnittbildgebende Verfahren, um Fehlbildungen des Innenohrs sowie der zentralen Strukturen zu erfassen, die in vielen Fällen keine Kontraindikation für ein CI darstellen. Die Operation ist sehr sicher und seltene Komplikationen wie Wundinfektionen oder Wundheilungsstörungen sind gut therapierbar. Einen großen Stellenwert nimmt die postoperative Rehabilitation ein. Regelmäßige Einstellungen des Sprachprozessors und HNO-ärztliche Kontrollen sowie die Einbindung des sozialen Umfelds gewährleisten den Hörerfolg mit dem Implantat.
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