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18.10.2019 | HIV und AIDS | Arzneimitteltherapie | Ausgabe 2/2020

hautnah 2/2020

Moderne HIV-Therapie

Zeitschrift:
hautnah > Ausgabe 2/2020
Autoren:
C. Lehmann, J. Malin, I. Suárez, G. Fätkenheuer
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Wehling, Mannheim
Erstveröffentlichung in Internist (2019) 60:411. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00108-019-0564-0.

Zusammenfassung

Die Infektion mit dem „human immunodeficiency virus“ (HIV) ist heute eine chronische Erkrankung, die unter einer adäquaten antiretroviralen Therapie (ART) eine gute Prognose aufweist. Alle Patienten mit HIV-Infektion sollten deshalb unabhängig von der klinischen Symptomatik oder vom Immunstatus behandelt werden. Standard ist nach wie vor eine Kombinationstherapie mit 3 Substanzen, die lebenslang gegeben werden muss. Diese besteht aus 2 nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren sowie einem Integraseinhibitor, einem geboosterten Proteaseinhibitor oder einem nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor. Aktuelle Leitlinien empfehlen als dritte Substanz wegen ihrer sehr guten Wirksamkeit und Verträglichkeit bevorzugt Integraseinhibitoren. Es stehen viele Kombinationsmedikamente zur Verfügung, die eine für den Patienten einfache Behandlung mit wenigen Tabletten ermöglichen. Vielfach ist heute eine Therapie mit einer Kombinationstablette möglich, die 1‑mal pro Tag eingenommen wird. Zu beachten sind mögliche Interaktionen mit Medikamenten, die wegen anderer Erkrankungen gegeben werden, insbesondere wenn die HIV-Therapie einen pharmakologischen Booster enthält. Eine Umstellung der HIV-Therapie ist angezeigt, wenn ein virologisches Versagen auftritt (Anstieg der HIV-RNA im Blut auf >200 Kopien/ml) oder wenn es zu unerwünschten medikamentenassoziierten Wirkungen kommt. In besonderen Situationen, beispielsweise in der Schwangerschaft, sollte unbedingt eine Mitbehandlung in spezialisierten Zentren erfolgen. Neue Ansätze umfassen eine Therapie mit 2 Substanzen sowie den Einsatz von lang wirksamen Medikamenten. Neben der Therapie wird eine ART heute auch zur Prävention eingesetzt, als Postexpositionsprophylaxe oder auch als Präexpositionsprophylaxe.

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Literatur
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