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01.06.2017 | Chirurgie | Ausgabe 3/2017

Wiener klinisches Magazin 3/2017

Herzchirurgie im Alter

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 3/2017
Autoren:
MD Dr. Bettina Wiegmann, Dr. Issam Ismail, Prof. Dr. Axel Haverich
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Chirurg 2017 · 88:110–115 DOI 10.​1007/​s00104-016-0337-4 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Aufgrund des zunehmenden demographischen Wandels und der Tatsache, dass kardiovaskuläre Erkrankungen weiterhin die Todesursachenstatistik anführen, nimmt das kalendarische Durchschnittsalter herzchirurgischer Patienten stetig zu – so waren im Jahr 2015 14,8 % aller herzchirurgischen Patienten 80 Jahre und älter. Mit der durchgeführten Metaanalyse wurde untersucht, ob und unter welchen Bedingungen ältere Patienten noch von herzchirurgischen Eingriffen profitieren können, ohne ein hohes Risiko der Einschränkung der Lebensqualität, der Morbidität und Mortalität eingehen zu müssen. Grundsätzlich zeigte sich, dass das kalendarische Alter kein Risikofaktor für erhöhte peri- und postoperative Morbidität und Mortalität ist, sondern das biologische Alter entscheidend ist, insbesondere die Komorbiditäten der Patienten sowie der Zeitpunkt der Operation im Krankheitsverlauf. So waren elektive Operationen bei asymptomatischem Krankheitsverlauf hinsichtlich des Outcomes besser als Operationen in symptomatischen oder gar dekompensierten Krankheitsstadien. Die Durchführung herzchirurgischer Eingriffe bei älteren Patienten führte im Vergleich zur medikamentös-konventionellen Therapie zu einer verbesserten Lebenserwartung. Die Lebensqualität betreffend wiesen ältere Patienten nach herzchirurgischen Eingriffen eine signifikante Zunahme der Lebensqualität auf, die postoperativ mit denen jüngerer Patienten vergleichbar war. Folglich profitieren auch über 80-Jährige in jeglicher Hinsicht von herzchirurgischen Eingriffen, sofern diese individuell adaptierte Operationstechniken berücksichtigt.

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