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01.10.2012 | originalarbeit | Ausgabe 4/2012

Spektrum der Augenheilkunde 4/2012

Hat sich das Altersprofil der Kataraktpatienten in den letzten 14 Jahren geändert? Eine Analyse von 76.760 Phakoemulsifikationen

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 4/2012
Autoren:
Dr.med. Eva-Maria Faschinger, Dr.med. Dieter Rabensteiner, Dr.med. Markus Grasl, Univ.-Prof. Dr. med Christoph Faschinger

Zusammenfassung

Hintergrund

Prognosen betreffend das Bevölkerungswachstum sprechen in Europa von einer deutlichen Zunahme der älteren Menschen. Dies bedeutet, dass auch die Katarakt als Altersveränderung der Linse häufiger anzutreffen sein wird. Uns erschien es von Interesse, ob sich das Altersprofil der wegen einer Katarakt operierten Patienten aus der Steiermark innerhalb der letzten 14 Jahre verändert hat.

Material und Methode

Aus der Operationsdatenbank der beiden Spitäler in Graz und Bruck/Mur wurden aus dem Zeitraum 1997–2010 alle Datensätze von Patienten gesucht und ausgewertet, die mit einer Phakoemulsifikation operiert worden waren. Die sich daraus für jedes Jahr ergebenden Häufigkeitsverteilungsprofile wurden miteinander verglichen und mit den statistischen Bevölkerungsdaten in Zusammenhang gebracht.

Resultate

Es konnten 76.760 Datensätze von Phakoemulsifikationen ausgewertet werden (51.5 % weibliche, 48.5 % männliche Patienten). Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Operation war 74.7 Jahre (Minimum 74.1 im Jahr 2000, Maximum 75.1 im Jahr 2007). Es zeigte sich kein Trend innerhalb dieser 14 Jahre. Bei der Häufigkeitsverteilung verschwand der sich neben dem Hauptgipfel befindliche Gipfel bei 83 Jahren durch Versterben, es kam jedoch ein Gipfel jüngerer Patienten (um das 67. Lebensjahr) in den letzten Jahren dazu. Mit der Steigerung der älteren Population kam es auch zu einer Steigerung des Gesamtvolumens (+ 128 %) sowie innerhalb der einzelnen Lebensabschnitte (< 45 Jahre + 68 %, 45–59 Jahre + 182 %, 60–74 Jahre + 108 % und > 75 Jahre + 139 %).

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der Altersanalyseprofile über 14 Jahre zeigten einen stabilen Mittelwert um die 74.5 Jahre sowie eine deutliche Zunahme in den Altersbereichen 45–59 und > 75 Jahren (mehr als Verdoppelung). Ursächlich kann dies dem verstärkten Streben nach gutem Sehvermögen in der Jahren vor der Pensionierung und der Rüstigkeit in den sehr hohen Jahren des Lebens zugeschrieben werden. Diese Profile können für Zukunftseinschätzungen von Bedeutung sein.

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Literatur
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