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26.01.2021 | Gynäkologie und Geburtshilfe | Originalien | Ausgabe 1/2021

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 1/2021

Verbindung zwischen BMI und Fertilitätserfolg bei Frauen in ihren späteren reproduktiven Jahren

Bleiben übergewichtige Frauen länger fruchtbar?

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Dr. med. Ruth Gomez, Martin Schorsch, Carina Scheiner, Annette Hasenburg, Rudolf Seufert, Christine Skala
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss des BMI auf die Ergebnisse einer IVF-Therapie am Ende der reproduktiven Phase zu untersuchen. Dazu wurden 3098 Frauen über 38 Lebensjahre, die sich in den Jahren 1996–2010 einer IVF-ICSI-Therapie unterzogen haben, in diese retrospektive Analyse einbezogen. Alle Patientinnen wurden einer von sechs BMI-Kategorien zugeteilt. Übergewichtige, Klasse-I- und Klasse-II/III-Adipositas-Patientinnen haben eine höhere Gonadotropindosis gebraucht im Vergleich zu normgewichtigen Patientinnen (2748,71 ± 1046 IU vs. 2577,21 ± 1046 IU; P = 0,001; 3006,68 ± 11,46 IU vs. 2577,21 ± 1046 IU; P < 0,001 bzw. 2904,52 ± 996,4 IU vs. 2577,21 ± 1046 IU; P = 0,005). Patientinnen mit einem BMI > 30 brauchten eine längere Stimulationszeit im Vergleich zu normgewichtigen Patientinnen (11,01 ± 3,5 vs. 10,27 ± 3,1 Tage; P < 0,003). Klinische Schwangerschaftsraten bei Patientinnen mit einem BMI ≥ 35 waren höher im Vergleich zu untergewichtigen Patientinnen (30,3 % vs. 16,4 %; P = 0,047). Ein Trend zu höheren Lebendgeburtenraten bei Patientinnen mit BMI > 30 wurde gefunden und bekam statistische Relevanz, wenn die Lebendgeburtenrate zwischen Frauen mit BMI zwischen 30 und 34,9 und Frauen mit einen BMI ≥ 35 verglichen wurde sowie zwischen Patientinnen mit BMI zwischen 30 und 34,9 und normgewichtigen Patientinnen (15,3 % vs. 9,9 %; P = 0,029 bzw. 17,1 % vs. 9,9 %; P = 0,047). Ältere übergewichtige Patientinnen sollten nicht von IVF/ICSI-Behandlungen ausgeschlossen werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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