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21.04.2020 | Gynäkologie und Geburtshilfe | DFP-Fortbildung | Ausgabe 1/2020

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 1/2020

Die sogenannte „interstitielle Zystitis“

Neues zur Abklärung und Therapie des „bladder pain syndrome“

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich > Ausgabe 1/2020
Autor:
MBA PD Dr. Nikolaus Veit-Rubin
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das „bladder pain syndrome“ wird anhand klinischer Symptome wie folgt definiert: chronische blasenassoziierte Schmerzen meist begleitet von Harndrang oder Pollakisurie. Verwechselbare Erkrankungen wie zum Beispiel die hyperaktive Blase, Steinbildung, Endometriose oder Malignome müssen ausgeschlossen werden. Das BPS betrifft häufig Frauen um das 40. Lebensjahr und führt zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Zystoskopie ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik und ermöglicht die Phänotypisierung des Syndroms, zum Beispiel des „Hunner-Phänotyps“ bei Vorliegen der entsprechenden Blasenwandläsionen. Die Therapie des BPS erfolgt gemäß klinischem Phänotyp oder nach einem Stufenschema. Neben einer adäquaten Schmerztherapie sind die konservativen Maßnahmen Ernährungs‑, Verhaltens- und Physiotherapie Erfolg versprechend. Medikamentös wirken Antihistaminika und blasenschleimhautregenerierende Substanzen, die sowohl oral als auch intravesikal verabreicht werden. Botulinumtoxininjektionen und die Neuromodulation stellen invasivere Alternativen dar. Die Prognose der Krankheit ist zwar unsicher, die Chance auf einen Behandlungserfolg steigt allerdings bei frühzeitiger umfassender Abklärung und gezielter Behandlung an einem Beckenbodenzentrum.

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Literatur
Über diesen Artikel

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