Globalisierung in der medizinischen Forschung
- 08.05.2018
- Forschung
- Verfasst von
- Dr. Hans‑Jörg Ehni
- Prof. DDr. Urban Wiesing
- Erschienen in
- Wiener klinisches Magazin | Ausgabe 5/2018
Zusammenfassung
Die Globalisierung der klinischen Forschung gewinnt zusehends an Dynamik. Insbesondere Schwellenländer wie Brasilien, Indien, Russland und China verzeichnen ein deutliches Wachstum bei klinischen Studien. Dieser Trend erzeugt unterschiedliche ethische Probleme, die wir im vorliegenden Artikel untersuchen werden. Teils werden allgemein akzeptierte ethische Regeln wie die Begutachtung von Studien durch Ethikkommissionen nicht eingehalten, teils entstehen schwer zu lösende Konfliktsituationen. Umstritten ist etwa, welchen Behandlungsstandard Forscher und Sponsoren bei internationalen Studien zur Verfügung stellen müssen. Erschwert werden diese Konflikte noch durch ein grundlegendes Dilemma: Mehr Forschung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu den dort vorherrschenden Erkrankungen ist notwendig. Gleichzeitig stellt der Schutz der dortigen Studienteilnehmer eine besondere Herausforderung dar. Internationale Kommissionen und Richtlinien haben in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt, um diese Konflikte zu lösen. Dennoch muss die weitere Entwicklung sorgfältig untersucht werden. Anreize müssen geschaffen werden, um bisher vernachlässigte Erkrankungen besser zu erforschen. Fehlentwicklungen und Missbrauch müssen durch angemessene internationale ethische Standards verhindert werden.
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- Titel
- Globalisierung in der medizinischen Forschung
- Verfasst von
-
Dr. Hans‑Jörg Ehni
Prof. DDr. Urban Wiesing
- Publikationsdatum
- 08.05.2018
- Verlag
- Springer Vienna
- Erschienen in
-
Wiener klinisches Magazin / Ausgabe 5/2018
Print ISSN: 1869-1757
Elektronische ISSN: 1613-7817 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00740-018-0229-y
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