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Geleitete Gesprächsgruppen zur Trauerbegleitung nach traumatischen Verlusten

Von der Einzeltherapie zum manualisierten Gruppenprogramm mit kunsttherapeutischen Elementen

  • 29.01.2026
  • Psychiatrie

Zusammenfassung

Trauer nach traumatischen Verlusten folgt selten der erhofften inneren Logik. Sie ist durchzogen von Bildern, die sich aufdrängen, und Fragen, die keine Antwort finden. Viele Betroffene beschreiben, dass ihr Körper weiterfunktioniert, während die Seele „stehen geblieben“ ist. In unserer klinischen Arbeit wiederholte sich dieses Muster: Einzeltherapien halfen, halfen oft gut – doch immer wieder blieb der Wunsch nach Resonanz, nach Zeugnishaftigkeit, nach einer Form von gemeinsamer Bewältigung.
Aus dieser Erfahrung heraus entwickelten wir ein manualisiertes Gruppenprogramm, das psychotherapeutische und kunsttherapeutische Elemente traumasensibel verbindet. Zwei Kasuistiken illustrieren zunächst die Dynamik der Einzelarbeit: Symbolisierung, dosierte Annäherung, kognitive Neubewertung – aber auch die Grenzen des Individuellen. Darauf aufbauend entstand ein zehnteiliges Gruppenmanual, das Sicherheit schafft, Annäherung ermöglicht und Integration unterstützt.
Das Manual ist fertiggestellt; ab 2026 wird es in einer Pilotphase implementiert und wissenschaftlich begleitet. Trauergruppen in dieser Form sind kein Abkürzungsweg – aber sie öffnen einen Raum, in dem der Schmerz gehalten, geteilt und allmählich in die Biografie integriert werden kann.
Titel
Geleitete Gesprächsgruppen zur Trauerbegleitung nach traumatischen Verlusten
Von der Einzeltherapie zum manualisierten Gruppenprogramm mit kunsttherapeutischen Elementen
Verfasst von
Mag. Dr. med., Dr.phil Kristina Ritter
Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Stompe
Publikationsdatum
29.01.2026
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
psychopraxis. neuropraxis
Print ISSN: 2197-9707
Elektronische ISSN: 2197-9715
DOI
https://doi.org/10.1007/s00739-026-01145-8
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