Zum Inhalt

Geburt und Beckenboden

  • 04.07.2022
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine Spontangeburt steigert bekannterweise das Risiko für eine Harninkontinenz und/oder einen uterovaginalen Prolaps im späteren Leben jeder Frau. Die Suche nach effektiven Präventionsmaßnahmen und Optimierungen im Geburtsmanagement beschäftigt die Forschung daher seit vielen Jahrzehnten. Die Hauptursachen der Beckenbodendysfunktion nach einer Geburt sind dabei die Verletzung des Beckenbodens durch Kompression, Zerrungen, Ab- und Ausriss von Nerven, Muskeln und Bindegewebsfasern. Der Abriss des M. levator ani spielt dabei in der Entstehung von Inkontinenz und Prolaps eine wichtige Rolle. Vielfach wird die Entbindung per Sectio caesarea als effektive Prävention zur Verhinderung von Harninkontinenz und Prolaps angesehen, ein Blick auf die aktuelle Datenlage bestätigt diese These jedoch nicht. Die einzigen evidenzbasierten Methoden zur Prävention von Harninkontinenz und Prolaps sind derzeit das Beckenbodentraining während und nach der Schwangerschaft sowie Lebensstilmodifikationen.
Titel
Geburt und Beckenboden
Verfasst von
Prim. PD Dr. Oliver Preyer, MBA
Dr. Philipp Fößleitner, BSc
Publikationsdatum
04.07.2022
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich / Ausgabe 3/2022
Print ISSN: 1023-6090
Elektronische ISSN: 1680-9424
DOI
https://doi.org/10.1007/s41972-022-00168-8
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.