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13.08.2020 | Gastroenterologie | Infektiologie | Ausgabe 5/2020 Open Access

Wiener klinisches Magazin 5/2020

Molekulare Diagnostik der infektiösen Gastroenteritis

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 5/2020
Autoren:
Dr. Marion Muche, Univ.-Prof. Dr. Britta Siegmund, PD Dr. Hans-Jörg Epple
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Gastroenterologe 3/2020 ・ 15:153–158 https://​doi.​org/​10.​1007/​s11377-020-00432-z erstpubliziert. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Die infektiöse Gastroenteritis gehört zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Leitsymptom ist die akute Diarrhö mit oder ohne Erbrechen. Aufgrund des selbstlimitierenden Charakters der Erkrankung ist die Therapie in erster Linie symptomatisch und unabhängig vom auslösenden Pathogen. Eine Erregerdiagnostik ist nur sinnvoll, wenn deren Ergebnis erwartungsgemäß eine Änderung der Therapie oder des Hygienemanagements nach sich zieht. Die konventionelle Stuhldiagnostik beruht auf kulturellen, immunologischen und mikroskopischen Nachweisverfahren. Sie wurde in den letzten Jahren durch molekulare Verfahren erweitert. Insbesondere wurden von verschiedenen Herstellern so genannte integrierte Gastroenteritispanel auf den Markt gebracht, bei denen mittels Multiplexpolymerasekettenreaktion eine einzige Stuhlprobe simultan auf eine Vielzahl bakterieller, viraler und protozoaler Erreger untersucht werden kann. In diesem Beitrag wird anhand von klinischen Studien der Stellenwert dieser Verfahren im Vergleich zu den konventionellen Methoden der Stuhldiagnostik diskutiert. Zusammenfassend zeigen die molekularen Gastroenteritispanels bei deutlich kürzerer Prozessierungszeit signifikant höhere Detektionsraten. Ob aber die verbesserten Detektionsraten zu einer Verbesserung von Therapie oder Hygienemanagement führen, ist noch fraglich, sodass ihr Einsatz derzeit nur in speziellen Situationen als Zusatzmethode zur konventionellen Diagnostik empfohlen wird.
Literatur
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