Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.04.2015 | Onkologie | Ausgabe 2/2015

Wiener klinisches Magazin 2/2015

Frühe palliative Intervention

Vierte Modalität beim metastasierten Lungenkarzinom

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 2/2015
Autoren:
Corinna Eschbach, David Heigener, Wiebke Nehls, Matthias Villalobos, Birgitt van Oorschot
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Onkologe 2014 20:998–1002; DOI 10.1007/s00761-014-2675-5 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Therapieziele beim metastasieten Lungenkarzinom sind i. d. R. palliativ, sodass die Symptomkontrolle und die Verbesserung der Lebensqualität neben der Lebenszeitverlängerung an vorderster Stelle stehen. Die hier vorgestellte randomisierte Studie von Temel et al. zeigte, dass eine frühzeitige palliative Intervention Symptome verringern, die Lebensqualität steigern und das Überleben verlängern kann.

Fragestellung

Es wurde der Effekt einer frühen palliativen Intervention in der Betreuung am Lebensende auf die Lebensqualität bei ambulanten Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem Lungenkarzinom evaluiert.

Material und Methode

Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom wurden randomisiert entweder einer onkologischen Standardtherapie oder zusätzlich zur Standardtherapie einer palliativen Intervention zugeführt. Lebensqualität und psychisches Befinden wurden bei Einschluss und nach 12 Wochen mittels Functional-Assessment-of-Cancer-Therapy-Lung(FACT-L)-Test und der Hospital-anxiety-and-depression-Skala (HADS) ausgewertet. Primärer Endpunkt war die Veränderung in der Lebensqualität nach 12 Wochen. Die Daten zur Betreuung am Lebensende wurden aus der elektronischen Patientenakte entnommen.

Ergebnisse

In der Interventionsgruppe war die Lebensqualität signifikant verbessert und die Rate an Depressionen verringert. Die Betreuung am Lebensende war weniger aggressiv und hospizliche Einrichtungen waren häufiger und früher involviert. Zudem war das Überleben signifikant verlängert.

Diskussion

Diese Daten unterstützen den Ansatz, die Palliativversorgung durch eine multiprofessionelles Team frühzeitig in die Betreuung der Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem Lungenkarzinom einzubinden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2015

Wiener klinisches Magazin 2/2015 Zur Ausgabe

Panorama

Panorama