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13.03.2019 | Originalien | Ausgabe 2/2019

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2/2019

Familiäre hypocalciurische Hypercalcämie – aktuelle Diagnostik und Therapie 2019

Zeitschrift:
Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen > Ausgabe 2/2019
Autoren:
Prof. Dr. med. Friedhelm Raue, Christine Haag, Egbert Schulze, Karin Frank-Raue
Wichtige Hinweise
Aktualisierung von: Raue F, Haag C, Schulze E, Frank-Raue K (2009) Familiäre hypokalziurische Hyperkalziämie – aktuelle Diagnostik und Therapie. J Miner Stoffwechs 16(2):80–83

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die familiäre hypocalciurische Hypercalcämie (FHH1) ist ein autosomal-dominant vererbtes Leiden bedingt durch eine inaktivierende Mutation im Calcium-sensing-Rezeptor (CaSR) mit lebenslang bestehender Hypercalcämie und relativer Hypocalciurie. Seltener findet man heterozygote Mutationen im GNA11-Gen (FHH2) oder eine Mutation im AP2S1-Gen (FHH3). Das Parathormon ist inadäquat hoch gemessen am Calcium als Ausdruck der PTH-Resistenz. Der Phänotyp ist asymptomatisch, selten findet man Nierensteine. Der Schlüssel zur Diagnose ist der Calcium/Creatinin-Clearancequotient unter 0,01. Patienten mit FHH werden gelegentlich als Patienten mit asymptomatischem primärem Hyperparathyreoidismus (pHpt) fehldiagnostiziert und parathyreoidektomiert, der Serumcalciumspiegel bleibt jedoch erhöht. Die molekulargenetische Analyse des CaSR erlaubt die wichtige Differenzialdiagnose zum pHpt. Das seltene und lebensbedrohliche Syndrom des neonatalen schweren Hyperparathyreoidismus (NSHPT) mit ausgeprägter Hypercalcämie ist durch eine homozygote Mutation im CaSR bedingt und bedarf gegebenenfalls einer notfallmäßigen totalen Parathyreoidektomie. Symptomatische Patienten mit FHH können mit Calcimimetika behandelt werden.

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Literatur
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