Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.12.2012 | leitlinien für die praxis | Sonderheft 2/2012

Wiener klinische Wochenschrift 2/2012

Ernährungsempfehlungen bei Diabetes mellitus

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 2/2012
Autoren:
Karin Schindler, Ao. Univ.Prof. Dr. Bernhard Ludvik

Zusammenfassung

Es besteht breiter Konsens, dass eine effiziente Diabetes-Therapie in den meisten Fällen auch von einer Modifikation des Lebensstils begleitet sein muss. Das bedeutet für die Patienten in der Regel eine Normalisierung des Körpergewichts (Gewichtsreduktion und/oder Halten des Gewichts) in Kombination mit einer Veränderung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens.
Das Ziel der Ernährungsmodifikation ist die positive Beeinflussung des postprandialen Glukoseanstiegs. Ernährungstherapeutische Maßnahmen, die das Erreichen dieses Ziels erleichtern sind:
  • Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Obst sind wichtige Kohlenhydratquellen.
  • eine Reduktion der Aufnahme von Mono- und Disacchariden (auch in Form von gesüßten Getränken und süßen Fruchtsäften) erleichtert das Erreichen einer ausgeglichenen bzw. negativen Energiebilanz und damit die Gewichtstabilisierung bzw. eine Gewichtsreduktion.
  • eine Reduktion der Fettzufuhr kann indiziert sein. Für die Auswirkung der Nahrungsfette auf den Stoffwechsel ist jedoch nicht nur die verzehrte Menge von Bedeutung, sondern die Fettqualität. Pflanzliche Öle, reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind den tierischen Fetten vorzuziehen.
  • für Empfehlungen zur Gewichtsnormaliserung die Aufnahme von Protein dauerhaft zu erhöhen, gibt es derzeit noch nicht ausreichende Evidenz.
  • die ausreichende Aufnahme von Mikronährstoffen (Vitaminen und Spurenelementen) ist ein wichtiger Faktor zur Erhaltung der Gesundheit von Typ 1 und Typ 2 Diabetiker. Die empfohlene tägliche Zufuhr unterscheidet sich nicht von der für gesunde Erwachsene. Lebensmittel, die reich an Vitaminen und Spurenelementen sind, sollten daher bevorzugt werden.
  • der Konsum von alkoholischen Getränken sollte moderat sein (Frauen: maximal ein, Männer maximal zwei Getränke/Tag).

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Sonderheft 2/2012

Wiener klinische Wochenschrift 2/2012 Zur Ausgabe

leitlinien für die praxis

Lebensstil: Diagnostik und Therapie