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01.12.2013 | Editorial | Ausgabe 10/2013

ProCare 10/2013

Engagement!

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 10/2013
Autor:
Verena Kienast
Streng getrennte Kompetenzbereiche schaffen zwar klare Verhältnisse, können aber auch ein Mittel der Macht sein. Dann nämlich, wenn diese Kompetenzabgrenzung auch zu einer Abgrenzung der Person führt. Der gerne ins Treffen geführte Begriff der Interdisziplinarität steht diesem Konzept entgegen. Mit dementsprechend großer Interpretationsweite. So sehen Ärzte als interdisziplinäre Zusammenarbeit häufig immer noch die innermedizinische Grenzüberschreitung und blocken Versuche der berufsübergreifenden Kooperation mehr oder minder brüsk, mehr oder minder radikal und mehr oder minder nonchalant ab. Manchmal tun das auch Pflegepersonen, die sich auf ihre Position zurückziehen und der ineinandergreifenden Zusammenarbeit aller Berufsgruppen eher misstrauisch bis ablehnend begegnen. Aber für die Pflege als jene Profession, die mit dem Patienten oder alten Menschen am intensivsten im Verlauf seiner Erkrankung und Betreuung Kontakt hat, ist das Zusammenspiel in den meisten Fällen ganz selbstverständlicher Alltag — weil es ohne gar nicht geht. Auch Gesundheitspolitiker, Sozialpartner und Gesundheitsökonomen ist klar, dass „interdisziplinär“ Berufsgruppen übergreifend sein muss. Das zeigte sich beispielsweise auch in den Diskussionen beim diesjährigen Forum Alpbach, wie Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) in einem Interview in dieser Ausgabe von PROCARE berichtet. Der ÖGKV feierte heuer sein 80-jähriges Jubiläum und er ist eine unüberhörbare, starke Stimme für die Anliegen der Pflege geworden. Die wird langsam aber beharrlich nun auch bei politischen Entscheidungen zunehmend eingebunden. Kräftige Unterstützung des ÖGKV in Form von Mitgliedschaften könnte diese Position weiter verbessern. Engagement ist also gefragt! ...

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