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28.11.2018 | Originalien | Ausgabe 4/2018

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz 4/2018

Endometriumdicke in der Sonographie – ein wichtiger Parameter der endometrialen Rezeptivität?

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. T. Osterholz-Zaleski, G. Griesinger
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Gynäkologische Endokrinologie 2018 16:147–152, https://​doi.​org/​10.​1007/​s10304-018-0204-0 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Dieser Beitrag wird auch im Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 2018, https://​doi.​org/​10.​1007/​s41974-018-0072-6 veröffentlicht.

Zusammenfassung

Regelhaft nutzen Reproduktionsmediziner die Sonographie, um die Endometrium(EM)-Dicke vor Embryotransfer (ET) zu beurteilen und diesen Parameter dann als prognostischen Faktor für das Implantationsverhalten zu verwenden. Allerdings sind das mütterliche Alter und die ovarielle Reaktion auf eine Stimulationstherapie mit rekombinantem follikelstimulierendem Hormon bei In-vitro-Fertilisation (IVF) und intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) prognostische Faktoren, die aber wiederum Einfluss auf die Entwicklung des Endometriums nehmen können. In einer Metaanalyse bot die EM-Dicke zwar eine begrenzte Möglichkeit, Frauen mit niedriger Chance auf Schwangerschaftseintritt herauszufiltern, allerdings sind Fälle unterhalb des Schwellenwerts der EM-Dicke von ≤7 mm selten. Schließlich ist die Assoziation zwischen einer niedrigen EM-Dicke und der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit nicht stark, sodass ein Zyklusabbruch oder eine ET-Verschiebung nicht generell empfehlenswert ist. In einer Studie mit 11.000 IVF/ICSI-Zyklen wurde die EM-Dicke als unabhängiger Parameter zur Vorhersage von klinischer Schwangerschaft, Lebendgeburt, Spontanabort und Extrauteringravidität aufgezeigt. Allerdings ist auch hier die Effektstärke gering. Eine weitere Arbeit zeigt, dass zwar in der univariaten Analyse die Rate an fortlaufenden Schwangerschaften mit der Höhe des EM korreliert und dass die Chance, bei einem EM ≥ 9 mm zu konzipieren, statistisch größer ist als bei Werten von 3 bis 8 mm. Dennoch ist die Höhe des EM ein schwacher prognostischer Faktor, da der erwartete Anstieg der Lebendgeburtenrate bei Zunahme der EM-Dicke gering ist. Daher sollten bei einer IVF- oder ICSI-Therapie nicht allein aus der Höhe des EM weitere therapeutische Konsequenzen gezogen werden.

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