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01.10.2016 | themenschwerpunkt | Ausgabe 13-14/2016

Wiener Medizinische Wochenschrift 13-14/2016

Eisenmangel, Müdigkeit und Restless-Legs-Syndrom

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 13-14/2016
Autoren:
Bettina Wurzinger, Peter König

Zusammenfassung

Eisenmangel ohne Anämie ist ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, welches oft unentdeckt bleibt. Klinisch stehen neurologische und psychopathologische Probleme wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche im Vordergrund, aber auch in der Entstehung von Restless-Legs-Syndrom (RLS) spielt Eisenmangel eine entscheidende Rolle.
Die genaue Pathogenese ist oft nicht bekannt, jedoch weiß man, dass Eisen an verschiedenen zentralen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist. Insbesondere bei Fatigue und RLS geht man von einer reduzierten Aktivität der Tyrosinhydroxylase aus – einem zentralen eisenabhängigen Element der Dopaminsynthese – wodurch es zu Mangelzuständen kommen kann.
Im Rahmen der Therapie gilt die orale Eisengabe als Eckpfeiler der Substitutionstherapie, da sie besonders kostengünstig und sicher ist. Die parenterale Eisenbehandlung ist indiziert, falls die primäre orale Therapie nicht erfolgreich ist oder nicht toleriert wird. Zum Auffüllen der Eisenspeicher werden etwa 500–1000 mg benötigt. Diese können fraktioniert in Dosen von 200 mg (Fe-Saccharose) oder bei Fe-Carboxymaltose auch in 1–2 Einzeldosen appliziert werden. Eine Kontrolle des Ferritinspiegels sollte frühestens 8 Wochen nach der letzten parenteralen Verabreichung erfolgen.

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Literatur
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