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01.03.2015 | originalarbeit | Ausgabe 1/2015

neuropsychiatrie 1/2015

Einstellung zu antidepressiver Therapie: Akzeptanz vs. Stigmatisierung

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 1/2015
Autoren:
Romina Koller, Helmuth Haslacher, Klemens Kienesberger, Michaela Schmöger, Alexandra Schosser
Wichtige Hinweise

Elektronisches zusätzliches Material

Die Online-Version dieses Artikels (doi: 10.​1007/​s40211-014-0134-6) enthält zusätzliches Material, welches für autorisierte Benützer zugänglich ist.

Zusammenfassung

Studienziel

Die aktuelle Studie untersucht die Einstel-lung zu antidepressiver Therapie der Allgemeinbevöl-kerung.

Methoden

Es wurden 234 ProbandInnen (139 Frauen und 95 Männer) mittels persönlich vorgelegten Fragebögen (Dauer 15–20 min) zu soziodemographischen, psychoedukativen Elementen und der persönlichen Einstellung befragt, sowie die Stigmatisierungsgrade mittels „Revised Perceived Devaluation Discrimination Scale“/„Revised Internalized Stigma of Mental Illness Scale“/„Attitudes Toward Mental Health Treatment“-Scale erfasst.

Ergebnisse

65 Personen (27,8 %) gaben an, ein- oder mehrmals an einer depressiven Episode gelitten zu haben, die restlichen 169 Personen (72,2 %) gaben keinerlei depressive Beschwerden an. Die häufigst assoziierten Wörter mit dem Terminus „Depression“ waren „Krankheit“ und „Angst“. ProbandInnen sahen vor allem bei einsamen Menschen und jenen mit fehlender sozialer Unterstützung ein erhöhtes Risiko für eine Depressionsentwicklung. Es wurde deutlich, dass Menschen mit Depressionen vermehrt „empfundene Stigmatisierung“ erleben, wenn es um ein öffentliches Bekennen zur Einnahme von Antidepressiva geht, obwohl das Ausmaß an „entgegengebrachter Stigmatisierung“ von außen nicht so hoch war und es demnach nicht erklären würde. Depressive Personen gaben im Gegensatz zu jenen ProbandInnen, die keinen depressiven Episoden angaben, an, dass eine medikamentöse Therapie bei Notwendigkeit als hilfreich angesehen wird. Stigmatisierung ist nach wie vor sowohl unter nicht-depressiven Menschen, als auch Menschen mit depressiven Symptomen zu finden und bedarf daher wichtiger Entstigmatisierungsarbeit.

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