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08.04.2019 | original article

Eine neue Operationstechnik für die Behandlung von sekundären refraktären posttraumatischen Glaucomen nach Trabekulektomie mit PRECLUDE® Pericardial Membrane – eine Fallbeschreibung

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde
Autoren:
Prof. Dr. Dr. med. Dušica Pahor, Tomaž Gračner
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die häufigste Ursache für ein Misslingen der filtrierenden Glaukomoperation ist eine durch das Einwachsen von Fibrosegewebe verursachte Fistelblockade oder eine Adhäsion der Skleralamelle auf das Sklerabett. Ziel dieses Beitrags ist es, eine neue Operationstechnik mit PRECLUDE® Pericardial Membrane zur Behandlung des sekundären refraktären posttraumatischen Glaukoms vorzustellen, nachdem zuvor eine Trabekulektomie vorgenommen wurde.

Methode

Ein 40-jähriger Mann wurde auf unsere Station wegen eines schweren stumpfen Bulbustraumas aufgenommen. Obwohl eine maximale lokale und systemische Glaukomtherapie durchgeführt wurde, konnte der Augeninnendruck nicht reguliert werden. Zwei Wochen nach der Verletzung wurde eine Trabekulektomie durchgeführt. Zwei Wochen nach dem Eingriff kam es zu einem stark erhöhten Augeninnendruck. Es wurde ein Revisionseingriff an der Skleralamelle vorgenommen. Eine 7 mm lange und 2 mm breite PRECLUDE® Pericardial Membrane wurde mit einer feiner Pinzette unter die Skleralamelle implantiert. Dabei wurde an beiden Seiten ein Rand von 1 bis 2 mm gelassen, ohne die Membran an die Sklera anzunähen.

Resultate

Bei den Verlaufskontrollen, die noch drei Jahre nach dem Eingriff erfolgten, wurden keine Anzeichen für Infektionen, Entzündungen oder Beschwerden jeglicher Art beobachtet. Der Augeninnendruck war normal, ohne lokale Glaukomtherapie.

Schlussfolgerung

Bei dieser neuen Methode handelt es sich um einen einfachen und sicheren Eingriff, der auch als filtrationsmodulierende Methode bei allen posttraumatischen refraktären Glaukomen verwendet werden kann; insbesondere bei Patienten, bei denen man das antimetabolitenbezogene Risiko vermeiden muss, zur Zeit oder nach der Trabekulektomie. Weitere Studien sind erforderlich, um diese Operationsmethode als einfach und sicher für alle refraktären Glaukom-Arten zu bestätigen.

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Literatur
Über diesen Artikel