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15.04.2020 | Originalien | Ausgabe 2/2020

Urologie in der Praxis 2/2020

Ein Aus in Raten – Restriktion des Einsatzes von Fluorchinolonen in der Urologie

Zeitschrift:
Urologie in der Praxis > Ausgabe 2/2020
Autoren:
Dr. Kathrin Bausch, Gernot Bonkat
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der Einsatz von Fluorchinolon- und Chinolonantibiotika wurde am 11.03.2019 von der Europäischen Kommission gesetzlich bindend eingeschränkt. Bereits seit 2008 wurden in den USA schrittweise Warnungen zum Einsatz von dieser Antibiotikagruppe ausgegeben aufgrund der zunehmend entdeckten erheblichen und teils irreversiblen Nebenwirkungen dieser Substanzen. Hierzu zählen u. a. Sehnenrupturen, psychiatrische Beschwerden, Hypoglykämien und Aortenaneurysmen; auch ein Fatiguesyndrom kann sich nach dem Einsatz der (Fluor-)Chinolone entwickeln. Diese Antibiotikagruppe wirkt durch eine Hemmung der bakteriellen Topoisomerasen. Jedoch ist diese Hemmung nicht spezifisch genug, sodass auch humane Topoisomerasen gehemmt werden, und insbesondere die mitochondriale DNA beeinflusst wird. Ein Gebrauch ausserhalb der neuen Empfehlung gilt als off label. Für die Urologie bedeuten die Regularien insbesondere, dass Alternativen zur antibiotischen Prophylaxe bei Prostatabiopsien eingesetzt werden müssen. Davon abgesehen werden keine Änderungen in den Leitlinien der European Association of Urology erfolgen. Abschliessend sollten Empfehlungen eingehalten und der Einsatz von antibiotischen Prophylaxen und Therapien auf ein nötiges Minimum reduziert werden.

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Literatur
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