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25.09.2018 | Pathologie

Digitale Pathologie

Die Zeit ist reif!

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin
Autor:
Prof. Dr. Rainer Grobholz
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Pathologe 2018 39:228–235 https://​doi.​org/​10.​1007/​s00292-018-0431-0 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
Teile dieses Beitrags wurden bereits publiziert in: Grobholz R (2017) Digitale Pathologie: Zeit für einen Paradigmenwechsel? Manag Krankenh 36:25. Copyright Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA. Reproduced with permission.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Bildverarbeitung und das Scannen von histologischen Präparaten konnte in den vergangenen Jahren für die Mikroskopie so weit entwickelt werden, dass Systeme für den Routinealltag zur Verfügung stehen, die das Potenzial haben in der Routinediagnostik das Mikroskop zu ersetzen.

Ziel der Arbeit

Darstellung der Erfahrungen in der Digitalen Pathologie im Routinealltag.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Ein digitales Pathologiesystem bietet eine Reihe von Vorteilen: 1) Die Objektträger sind keine Unikate mehr. 2) Auf die Scans kann standortunabhängig zugegriffen werden. 3) Digitale Bildverarbeitung kann genutzt werden. 4) Der Zugriff auf archivierte Scans ist einfach und fallbezogen. Daraus resultieren sekundäre Vorteile: a) Die Fallzusammenstellung und die Zuteilung zum befundenen Arzt ist schneller und ohne Fehler. b) Laufwege für die Verteilung der Schnittpräparate fallen weg, papierloses Arbeiten wird möglich. c) Schnittpräparate können für eine konsiliarische Begutachtung oder in Satellitenstandorten zugängig gemacht werden. d) Schnittpräparate für Konsilien können gescannt werden und stehen nach Rücksendung im Zentrum noch zur Verfügung. e) Bereitstellung von Bildmaterial in Tumorkonferenzen. f) Der Arbeitstisch ist aufgeräumt! g) Homeoffice ist möglich. Für die Einführung ist eine umfassende Workflowanalyse vorab notwendig, welche die Bedürfnisse und Wünsche des Instituts abklärt. Um die speziellen Erfordernisse eines Instituts optimal abzudecken sind offene Plattformen von Vorteil, die Scanner von unterschiedlichen Herstellern einbinden können. Weitere Entwicklungen der Bildanalyse wie etwa die virtuelle Rekonstruktion mit Darstellung der räumlichen Bezüge könnten zukünftig die Diagnostik verfeinern und die Behandlungsqualität verbessern.

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Literatur
Über diesen Artikel
Bildnachweise