Zum Inhalt

Peripartale Depressivität bei Frauen mit Behinderung

Zusammenfassung

Peripartale Depressionen können erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Faktoren wie sozioökonomische Benachteiligung oder mangelnde soziale Unterstützung legen nahe, dass Frauen mit Behinderung eine erhöhte Vulnerabilität für diese Erkrankung aufweisen könnten. Dennoch wurde dieses Thema in der Forschung bisher nur unzureichend berücksichtigt. Diese Studie untersucht das Risiko peripartaler Depressivität bei Frauen mit Behinderung im Vergleich zu Frauen ohne Behinderung. Dazu wurden im Rahmen einer systematischen Literatursuche zehn Studien identifiziert, die für beide Gruppen Daten erhoben haben. Um die Studien besser vergleichbar zu machen, wurden Prävalenzdifferenzen und Prävalenz-Ratios berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass peripartale Depressivität bei Frauen mit Behinderung häufiger auftritt, was auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für diese Gruppe hindeutet. Die ermittelten Prävalenzdifferenzen (PD) reichen von 14,6 % bis 28,2 %, während die Prävalenz-Ratios (PR) zwischen 1,3 und 3,3 liegen. Die methodische Heterogenität der Studien schränkt die Vergleichbarkeit ein. Die Ergebnisse des Literaturreviews unterstreichen die Notwendigkeit weiterer prospektiver Studien, die einheitliche und valide Methoden zur Erfassung von Behinderung anwenden, um den Zusammenhang zwischen Behinderung und peripartaler Depressivität besser zu verstehen. Strategien zur Prävention und Behandlung prä- und postpartaler Depressivität, die auf Frauen mit Behinderung ausgerichtet sind, erscheinen im Hinblick auf die Gesundheit von Mutter und Kind angezeigt.
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der prä- und postpartalen Phase [1] und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich [2]. Die Symptome und deren Ausprägungen sind vielfältig [3]. Die ICD-11 benennt unter anderem den Verlust von Freude, Energielosigkeit, Denkschwierigkeiten, Schuldgefühle sowie Gedanken daran, sich selbst oder dem Kind Schaden zuzufügen [4].
Die Erkrankung kann sich zudem negativ auf die Gesundheit des Säuglings auswirken. Studien zeigen, dass Kinder betroffener Mütter häufiger akute medizinische Versorgung benötigen [5], und es besteht eine Korrelation mit psychischen und Verhaltensauffälligkeiten [6]. Mögliche Ursachen sind biologische Faktoren, wie die verstärkte pränatale Konfrontation mit Stresshormonen [1], sowie die Auswirkungen der mütterlichen Depression auf deren Verhalten, was die Bindungsqualität und die Eltern-Kind-Interaktion beeinträchtigen kann [2]. Es wird von weniger Augenkontakt, mimischer Kommunikation, etwa Lächeln, und emotionaler Wärme in der Interaktion mit dem Kind berichtet [5]. Eine frühzeitige Identifizierung und Behandlung der Erkrankung ist entscheidend, um negative Folgen für Mutter und Kind zu vermeiden [7].
Frauen mit Behinderung sind, unabhängig von der Peripartalzeit, überdurchschnittlich häufig von depressiven Erkrankungen betroffen [810]. Es liegt nahe, dass sie auch bezüglich der peripartalen Depression eine besonders vulnerable Gruppe darstellen. Zu den assoziierten Faktoren gehören u. a. psychische Erkrankungen in früheren Lebensphasen, chronische Erkrankungen, kritische Lebensereignisse, mangelnde soziale Unterstützung, Partnerschaftsgewalt, geringes Familieneinkommen sowie niedriger Bildungsstand der Mutter [3, 11]. Frauen mit Behinderung sind von diesen Faktoren überproportional betroffen [12]. Zusätzlich erschweren Barrieren, insbesondere im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, den Zugang zum Gesundheitssystem [13]. Vorurteile und Stigmata im Kontext der Schwangerschaft führen oft dazu, dass betroffene Frauen den Kontakt zu Fachkräften meiden [14].
Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht das Risiko peripartaler Depressivität bei Frauen mit Behinderung im Vergleich zu Frauen ohne Behinderung. In den eingeschlossenen Studien bestehen erhebliche Unterschiede in der Terminologie und den Erhebungsmethoden der peripartalen Depression. Einige bezeichnen einzelne Symptome als „Depression“, während andere von „depressiven Symptomen“ sprechen. Nur zwei Studien verwenden die Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS), allerdings mit unterschiedlichen Cut-off-Werten. Um dieser Heterogenität gerecht zu werden, wurde in dieser Übersichtsarbeit der übergreifende Begriff „peripartale Depressivität“ verwendet, der sowohl klinische als auch subklinische Formen umfasst.
Letztere können die Lebensqualität bereits erheblich einschränken [15] und das Risiko für die Entwicklung einer Major Depression erhöhen [16]. Schwarze et al. zeigten zudem in ihrer Längsschnittstudie, dass schon subklinische affektive Symptome der Mutter die selbstregulatorischen Fähigkeiten des Kindes negativ beeinflussen [17].
Auch bei der Erfassung von Behinderung weisen die Studien große Unterschiede auf. Diese Übersichtsarbeit orientiert sich an einem breiten, ICF-basierten Behinderungsbegriff, um die strukturellen Benachteiligungen verschiedener Behinderungsarten und deren Einfluss auf das Risiko peripartaler Depressivität zu berücksichtigen.

Methodik

Suchstrategie

Die systematische Literatursuche wurde im Dezember 2024 mithilfe des EBSCO Discovery Service durchgeführt. Für die Parameter peripartale Depressivität und Frauen/Mütter mit Behinderung wurde eine Liste deutsch- und englischsprachiger Suchbegriffe erstellt. Es wurden Suchbegriffe für allgemeine, physische, sensorische, intellektuelle und entwicklungsbezogene Behinderungen verwendet. Die Suchstrategie orientierte sich an Tarasoff et al. [18], die eine adaptierte Version der validierten Suchstrategie von Walsh et al. [19] anwendeten. Die Suche beschränkte sich auf Peer-review-Literatur ohne zeitliche Einschränkung. Zusätzlich wurde eine nichtsystematische Suche über Google Scholar durchgeführt.
Zur Darstellung des Studienauswahlprozesses wurde mit PowerPoint ein Flussdiagramm erstellt.

Ein- und Ausschlusskriterien

Eingeschlossen wurden: (1) quantitative Studien, (2) Studien, die die Prävalenz von prä- und/oder postpartaler Depressivität bei Frauen mit und ohne Behinderung erheben, (3) Studien, die dieselbe Methode zur Erfassung der Depressivität für beide Gruppen verwenden.
Studien wurden ausgeschlossen, wenn sie (1) ausschließlich (chronische) Krankheiten untersuchten, (2) sich auf psychiatrische Behinderungsbilder konzentrierten, (3) von Armut betroffene Länder analysierten, ohne spezifische Behinderungsbilder zu untersuchen, oder (4) nicht auf Deutsch oder Englisch verfasst waren.

Datenextraktion

Nach der Identifizierung geeigneter Studien wurden folgende Studiencharakteristika extrahiert: Erstautor:innen; Erscheinungsjahr; Ziele; Studiendesign; Details zur Datenerhebung; Stichprobengröße und -zusammensetzung. Zudem wurden spezifische Charakteristika wie der sozioökonomische Status, kritische Lebensereignisse und Unterstützungssysteme erfasst.

Bewertung der Studienqualität

Die Studienqualität wurde mithilfe des AXIS Appraisal Tool for Cross-Sectional Studies bewertet, das speziell für Querschnittstudien entwickelt wurde [20]. Das Tool umfasst 20 Fragen, von denen sieben die Berichtsqualität, sieben das Studiendesign und sechs die Bias-Risiken adressieren.

Statistische Analyse

Zur Vergleichbarkeit der Studienergebnisse wurden Prävalenzdifferenzen (PD) und Prävalenz-Ratios (PR) berechnet. Dazu wurden der „comparison of proportions calculator“ und der „relative risk calculator“ von MedCalc Software Ltd. verwendet. Prozentuale Angaben wurden in absolute Zahlen umgerechnet.

Ergebnisse

Studienauswahl

Der Auswahlprozess der Studien wird in Abb. 1 als Flussdiagramm dargestellt. Die systematische Datenbanksuche ergab 764 Titel. Nach Duplikatentfernung, Titel- und Abstract-Screening sowie der unsystematischen Suche in Google Scholar verblieben 19 Studien für das Volltext-Screening. Zehn Studien entsprachen den Einschlusskriterien und wurden in das Review aufgenommen.
Abb. 1
Flussdiagramm zur Studienauswahl; Rechtecke: Etappen im Auswahlprozess; Pfeile: Fluss des Prozesses; Zahlen in Klammern (n = …): Anzahl der Studien pro Schritt
Bild vergrößern

Studiencharakteristika

Es wurden neun Querschnittstudien identifiziert, darunter sechs Sekundärdatenanalysen und drei offene Online-Umfragen, sowie eine prospektive Kohortenstudie. Eine Übersicht findet sich in Tab. 1. Die Studien umfassten Daten von 187.122 Frauen. Die Online-Umfragen (n = 4) hatten jeweils 421 bis 914 Teilnehmerinnen, während die Sekundärdatenanalysen (n = 6) 3727 bis 80.116 Teilnehmerinnen umfassten. In den offenen Online-Umfragen lag der Anteil der Frauen mit Behinderung bei 44–73 %, verglichen mit 0,28–12,7 % in den anderen Studien. Vier Sekundärdatenanalysen nutzten Daten des Pregnancy Risk Assessment Monitoring System (PRAMS), einer bevölkerungsbasierten Umfrage in den USA, um peripartale Depressivität bei Frauen mit und ohne Behinderung zu vergleichen. Eine weitere Sekundärdatenanalyse basierte auf Daten des National Health Interview Survey (NHIS), einer Querschnittsbefragung US-amerikanischer Haushalte zu verschiedenen gesundheitlichen Themen. Die sechste Sekundärdatenanalyse verwendete Daten des Seoul Healthy First Step Project (SHFSP), um die Prävalenz peripartaler Depressivität zu untersuchen. Die drei verbleibenden Querschnittstudien führten offene Online-Umfragen durch, um die Erfahrungen von Frauen mit Autismus in der Peripartalzeit zu erforschen. Die prospektive Kohortenstudie in Israel untersuchte mittels geschlossener Online-Umfrage die Auswirkungen von Angst vor COVID-19 auf peripartale Depressivität.
Tab. 1
Studiencharakteristika
Studie
Studiendesign
Datenerhebung
Stichprobe
Erhebung von Behinderung
Erhebung peripartaler Depressivität
PD in %
PR
Art
Methode
Bezeichnung
Methode
Alhusen et al. [21]a
Querschnittstudie
Sekundärdaten: PRAMS aus 24 US-Staaten, 2018–2020
37.989
o. B.: 35.404
m. B.: 2585
Behinderungen/Funktionseinschränkungen jeder Art
Washington Group Short Set on Functioning (WG-SS): 6 Fragen zu Aktivitätseinschränkungen in den Bereichen Sehen, Hören, Mobilität, Kognition, Selbstsorge, Kommunikation
Präpartale Depression
„… did you have any of the following conditions? … depression“ -> „yes“
28,2
2,9
Postpartale Depression
„… how often have you felt down, depressed or hopeless?“/„… have you had little interest or pleasure in doing things you usually enjoyed?“ -> „often“/„always“
21,5
2,6
Booth et al. [22]
Querschnittstudie
Sekundärdaten: Massachusetts-PRAMS, 2012–2017
8453
o. B.: 7743
m. B.: 710
Behinderungen/Funktionseinschränkungen jeder Art
„Are you limited in any way in any activities because of physical, mental, or emotional problems?“/„… do you have serious difficulty concentrating, remembering, or making decisions?“/„Do you have serious difficulty walking or climbing stairs?“ -> „yes“
Postpartale depressive Symptome
„… how often have you felt down, depressed or hopeless?“ -> „often“/„always“
24,7
3,2
Chen et al. [23]
Querschnittstudie
Sekundärdaten: Massachusetts-PRAMS, 2016–2020
6483
o. B.: 5737
m. B.: 746
Behinderungen/Funktionseinschränkungen jeder Art
„Do you have serious difficulty walking or climbing stairs?“/„Because of a physical, mental, or emotional condition, do you have serious difficulty concentrating, remembering, or making decisions?“ -> „yes“
„Concentrating, remembering, or making decisions“ („yes“/„no“)
Postpartale depressive Symptome
„… how often have you felt down, depressed or hopeless?“/„… have you had little interest or pleasure in doing things you usually enjoyed?“ -> „often“/„always“
17,8
2,8
Gluska et al. [24]
Prospektive Kohortenstudie
Geschlossenes Online-Survey: 3 Gesundheitszentren in Israel, 10.03.–09.05.2020
421
o. B.: 387
m. B.: 34
Behinderungen jeder Art
„Do you have any physical or mental (diagnosed or undiagnosed) disability, such as ADHD, depression, autism, deafness, chronic medical conditions?“ -> „yes“
Postpartale Depression
Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) ≥ 13
24,7
3,3
Hampton et al. [25]
Querschnittstudie
Offene Online-Umfrage: UK (66 %), USA (15 %), Irland (7 %), weitere (12 %)1
876
o. B.: 492
m. B.: 384
Autismus
Selbstberichtete Autismusdiagnose bzw. Selbstidentifizierung
+ Kurzversion des Autism Spectrum Quotient (AQ-10) (lag auch bei Selbstidentifizierung immer über dem Cut-off-Score von 6)
Postpartale Depression
Bezogen auf die aktuelle oder die letzte Schwangerschaft der Frauen: „Were you told by a medical/health professional that you had postnatal depression?“ -> „yes“
17,8
2,4
Hampton et al. [26]
Querschnittstudie
Offene Online-Umfrage: UK (65 %), USA (14 %), Irland (7 %), weitere (13 %)1
941
o. B.: 524
m. B.: 417
Autismus
Selbstberichtete Autismusdiagnose bzw. Selbstidentifizierung
+ Kurzversion des Autism Spectrum Quotient (AQ-10) (lag auch bei Selbstidentifizierung immer über dem Cut-off-Score von 6)
Präpartale Depression
Bezogen auf die letzte Geburt der Frauen; exakte Fragestellung wird nicht berichtet
14,9
2,7
Iezzoni et al. [27]b
Querschnittstudie
Sekundärdaten: National Health Interview (NHIS), 2006–2011
47.629
o. B.: 41.586
m. B.: 6043
Chronische physische Behinderungen (CPD)
Fragen zu gesundheits-, nicht schwangerschaftsbedingten Bewegungsschwierigkeiten, z. B. 10 Stufen steigen ohne Pause, bücken, über den Kopf greifen -> von 5 Schweregraden wurden die Grade 3–5 als CPD eingestuft
Keine
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit als präpartale Depressionssymptome interpretiert: „So sad that nothing could cheer you up“ -> „all“/„most“/„some of the time“
18,9
3,1
Kang et al. [28]
Querschnittstudie
Sekundärdaten: Seoul Healthy First Step Project (SHFSP), 2013–2019
80.116
o. B.: 79.891
m. B.: 225
Physische und mentale Behinderungen
Frage nach Vorliegen einer physischen oder mentalen Behinderung
Peripartale Depression
Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS): ≥ 10
28,2
2,6
Mitra et al. [29]b
Querschnittstudie
Sekundärdaten: Rhode-Island-PRAMS, 2009–2011
3727
o. B.: 3440
m. B.: 287
Behinderungen/Funktionseinschränkungen jeder Art
„Are you limited in any way in any activities because of physical, mental, or emotional problems?“ -> „yes“
Präpartale Depression
Frage, ob während der Geburt eine Depression diagnostiziert wurde -> „yes“
17,6
3,3
Postpartale depressive Symptome
„felt down, depressed or sad“ -> „often“/„always“
18,9
2,9
Pohl et al. [30]
Querschnittstudie
Offene Online-Umfrage: UK (51 %), USA (21 %), Australien (14 %), Frankreich (3 %), Kanada (3 %), weitere (8 %)1
487
o. B.: 132
m. B.: 355
Autismus
Selbstberichtete Autismusdiagnose bzw. Selbstidentifizierung
+ Kurzversion des Autism Spectrum Quotient (AQ-10) (lag auch bei Selbstidentifizierung immer über dem Cut-off-Score von 6)
Präpartale Depression
„Did you experience antenatal (prenatal) depression prior to the birth of any of your children?“ -> „yes“
14,6
1,6
Postpartale Depression
„Did you experience postnatal depression following the birth of any of your children?“ -> „yes“
14,8
1,3
o.B. ohne Behinderung; m.B. mit Behinderung; PRAMS Pregnancy Risk Assessment Monitoring System; PD Prävalenzdifferenz; PR Prävalenz-Ratio
1Zeitraum der Erhebung wurde nicht angegeben
aZur Berechnung von PD und PR: absolute Zahlen erhalten durch Anfrage bei der Autorin
bZur Berechnung von PD und PR: absolute Zahlen berechnet unter der Annahme, dass Gesamtzahl = Anzahl der Antworten
In einer der PRAMS-Studien wurden präpartale Depression und postpartale Depression sowie in drei weiteren PRAMS-Studien postpartale depressive Symptome über die Häufigkeit spezifischer Symptome erhoben [2123, 29]. In einer dieser Studien wurde zudem gefragt, ob während der Schwangerschaft eine Depression diagnostiziert wurde, um eine präpartale Depression zu erfassen [29].
Auch eine der drei offenen Online-Umfragen enthielt eine ähnliche Frage zur Erhebung einer postpartalen Depression [25]. Eine weitere Umfrage beinhaltete die Frage, ob jemals eine präpartale Depression oder postpartale Depression diagnostiziert wurde [30]. Eine weitere Online-Studie spezifizierte ihre Fragestellung zur Identifizierung von präpartaler Depression nicht [26].
Zwei Studien verwendeten die Edinburgh Postnatal Depression Scale, um postpartale Depression bzw. peripartale Depression zu erheben [24, 28]. Dabei wurde in einer Studie ein Cut-off-Score von 13 [24] und in der anderen ein Cut-off-Score von 10 [28] festgelegt.
Eine Studie erhob Depressionen nicht explizit; anstelle dessen wurde ein Item zur Stimmung genutzt, analog zu den PRAMS-Studien, um depressive Symptome zu identifizieren [27].
Die Prävalenz peripartaler Depressivität war bei Frauen mit Behinderung in allen Studien höher als bei Frauen ohne Behinderung. In Tab. 1 sind die ermittelten Prävalenzdifferenzen und Prävalenz-Ratios aufgeführt. Die Prävalenzdifferenzen lagen zwischen 14,6 % und 28,2 %. Die Prävalenz-Ratios reichten von 1,3 bis 3,3.

Studienpopulationen

Ein Großteil der Frauen war im Alter zwischen 20 und 39 Jahren. In den drei Online-Umfragen lag das Durchschnittsalter jedoch bei über 40 Jahren. Alle Studien enthielten Daten zu sozioökonomischen Faktoren, die mit dem Auftreten peripartaler Depressivität assoziiert sind; acht Studien verglichen dabei die Daten von Frauen mit und ohne Behinderung. Eine Übersicht findet sich in Tab. 2.
Tab. 2
Studienpopulationen
Studie
Sozioökonom. Status
Beziehungsstatus
Bildungsstand
Gewalt, kritische Lebensereignisse
Gesundheit, Vorerkrankungen
Unterstützung
Alhusen et al. [21]
≤ 100 % FPL:
o. B.: 26,9%
m. B.: 50,7%
Verheiratet:
o. B.: 63,7%
m. B.: 42,7%
> High School:
o. B.: 67%
m. B.: 48%
k. A.
Depressive Symptome in den 3 Monaten vor der Schwangerschaft:
o. B.: 14,4%
m. B.: 43,3%
k. A.
Booth et al. [22]
k. A.
Verheiratet:
o. B.: 68,3%
m. B.: 46,4%
≥ 13 Jahre:
o. B.: 75,6%
m. B.: 60,4%
Missbrauch vor/während der Schwangerschaft:
o. B.: 1,5%
m. B.: 7,6%
Med. Probleme während der Schwangerschaft:
o. B.: 13,5%
m. B.: 17,3%
k. A.
Chen et al. [23]
Finanzieller Stress:
o. B.: 43,5%
m. B.: 67,5%
k. A.
> High School:
o. B.: 93,2%
m. B.: 86,7%
Traumatischer Stress in den letzten 12 Monaten:
o. B.: 10,4%
m. B.: 23,6%
k. A.
Sozial:
o. B.: 80,2–90,5%
m. B.: 69,0–80,3%
Emotional durch Partner:in:
o. B.: 85,7%
m. B.: 63,4%
Hampton et al. [25]
< 25 .000 £:
o. B.: 17%
m. B.: 32%
Verheiratet oder in einer Partnerschaft:
o. B.: 88%
m. B.: 76%
> High School:
o. B.: 77 %
m. B.: 72 %
k. A.
Psychische Erkrankung(en):
o. B.: 38%
m. B.: 67%
Von Familie/Freund:innen/Partner:in:
o. B.: 71%/71%/72%
m. B.: 44%/42%/52%
Hampton et al. [26]
< 25 .000 £:
o. B.: 17%
m. B.: 32%
Verheiratet oder in einer Partnerschaft:
o. B.: 87%
m. B.: 75%
> High School:
o. B.: 78 %
m. B.: 71 %
k. A.
Psychische Erkrankung(en):
o. B.: 36%
m. B.: 66%
Von Familie/Freund:innen/Partner:in:
o. B.: 77%/85%/80%
m. B.: 50%/51%/62%
Iezzoni et al. [27]
≤ 100 % FPL:
o. B.: 13,9%
m. B.: 23,8%
Verheiratet oder in einer Partnerschaft:
o. B.: 60,8%
m. B.: 58,8%
> High School:
o. B.: 64,6%
m. B.: 50,8%
k. A.
Schlechter allg. Gesundheitszustand:
o. B.: 0,4%
m. B.: 10,1%
k. A.
Mitra et al. [29]
≤ 100 % FPL:
o. B.: 24,9%
m. B.: 45,0%
Verheiratet:
o. B.: 57,9%
m. B.: 36,7%
> High School:
o. B.: 59,3%
m. B.: 45,0%
Missbrauch während der Schwangerschaft:
o. B.: 2,2%
m. B.: 6,3%
Med. Probleme während der Schwangerschaft:
o. B.: 57,9%
m. B.: 74,8%
k. A.
Pohl et al.
[30]
k. A.
Verheiratet:
o. B.: 67%
m. B.: 57%
Partnerschaft:
o. B.: 12%
m. B.: 10,5%
> High School:
o. B.: 74%
m. B.: 78%
k. A.
Psychische Erkrankung(en):
o. B.: 45%
m. B.: 74,1%
k. A.
Signifikante Ergebnisse sind kursiv gedruckt (p < 0,05). Die Tab. enthält nur Studien, die die Daten von Frauen mit und ohne Behinderung vergleichen
o.B. ohne Behinderung; m.B. mit Behinderung; FLP Federal Poverty Level; k.A. keine Angabe; med. medizinische
Sechs Studien berichteten über die sozioökonomische Lage der Teilnehmerinnen. Frauen mit Behinderung hatten signifikant häufiger finanzielle Probleme als Frauen ohne Behinderung. Drei Studien verglichen den Anteil der Frauen unter dem Federal Poverty Level (FPL) von 100 %. Bei Frauen mit Behinderung war dieser 9,9 bis 23,8 Prozentpunkte höher als bei Frauen ohne Behinderung.
Sieben Studien machten Angaben zum Familienstand der Frauen, wobei Frauen mit Behinderung seltener verheiratet oder in einer Partnerschaft waren. Bis auf eine Studie berichteten alle, dass Frauen mit Behinderung seltener einen höheren Bildungsabschluss hatten; in einer Studie war der Unterschied jedoch nicht signifikant.
Vier Studien berichteten über Gewalterfahrungen und kritische Lebensereignisse, von denen Frauen mit Behinderung signifikant häufiger betroffen waren. Sie wurden beispielsweise häufiger Opfer von (physischem) Missbrauch im Vergleich zu Frauen ohne Behinderung.
Sieben Studien erhoben Daten zu Vorerkrankungen und zeigten erhöhte Risiken für Frauen mit Behinderung. Die Prävalenz psychischer Erkrankungen vor der Schwangerschaft war bei ihnen etwa 30 Prozentpunkte höher. Drei Studien berichteten über sozialen Support, wobei Frauen mit Behinderung seltener die benötigte Unterstützung erhielten.

Studienqualität

Tab. 3 zeigt die Bewertung der Studienqualität anhand des AXIS Appraisal Tool. Da die relevanten Parameter querschnittlich erhoben wurden, konnte auch die Kohortenstudie von Gluska et al. [24] mit diesem Tool beurteilt werden. Alle Studien wiesen Verzerrungsrisiken auf, da sie auf den selbstberichteten Angaben der Frauen basierten. Die Erfassung peripartaler Depressivität erfolgte nur in zwei Studien und die Erfassung von Behinderung in vier Studien mit einem validen und reliablen Instrument. Besonders bei den offenen Online-Surveys bestehen erhöhte Risiken für Selbstselektions- und Recall-Bias. Eine Studie wies ein hohes Risiko für Non-response-Bias auf.
Tab. 3
Bewertung der Studienqualität mithilfe des AXIS Appraisal Tool
 
1
2
3
4’
5
6
7
8*
9*
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
Alhusen et al. [21]
+
+
+
+
+
+
+/−
+/−
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Booth et al. [22]
+
+
+
+
+
+
−/−
−/−
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Chen et al. [23]
+
+
+
+
+
−/−
−/−
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Gluska et al. [24]
+
+
+
+
+
+
+
−/+
−/+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Hampton et al. [25]
+
+
+
+
n. a.
+/−
+/−
+
+
n. a.
n. a.
+
+
+
+
+
+
Hampton et al. [26]
+
+
+
+
n. a.
+/−
+/−
+
+
n. a.
n. a.
+
+
+
+
+
+
Iezzoni et al. [27]
+
+
+
+
+
+
−/−
−/−
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Kang et al. [28]
+
+
+
+
+
+
+
−/+
−/+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Mitra et al. [29]
+
+
+
+
+
+
+
−/−
−/−
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Pohl et al. [30]
+
+
+
n. a.
+/−
+/−
+
+
n. a.
n. a.
+
+
+
+
+
+
1: klare Studienziele, 2: passendes Studiendesign, 3: Stichprobengröße gerechtfertigt, 4: Zielpopulation klar definiert, 5: Stichprobenbasis repräsentativ für Zielpopulation, 6: geeigneter Auswahlprozess, 7: Kategorisierung von Non-Respondern, 8: geeignete Variablenmessung, 9: validierte Messinstrumente, 10: Signifikanzbestimmung nachvollziehbar, 11: Replizierbarkeit, 12: Basisdaten adäquat beschrieben, 13: Antwortquote ausreichend, 14: Informationen zu Non-Respondern beschrieben, 15: interne Konsistenz der Ergebnisse, 16: Ergebnisse vollständig berichtet, 17: Schlussfolgerungen gerechtfertigt, 18: Limitationen diskutiert, 19: Interessenkonflikte angegeben, 20: ethische Genehmigung/Einwilligung erfolgt
Antworten wurden als „+“ für positive und „−“ für negative Qualitätsmerkmale gekennzeichnet
n.a. nicht anwendbar
*Erfassung von Behinderung/Erfassung von peripartaler Depressivität
’In Bezug auf die Ziele des Reviews

Diskussion

Durch die systematische Literatursuche wurden zehn Studien identifiziert, die den Vergleich der Prävalenz peripartaler Depressivität von Frauen mit und ohne Behinderung ermöglichten [2130]. Sechs Studien bezogen sich auf Behinderungen im Allgemeinen [2124, 28, 29], drei auf Autismus [25, 26, 30] und eine auf körperliche Behinderungen [27]. In drei Studien wurden sowohl Daten zur prä- als auch zur postpartalen Phase erhoben [21, 29, 30], in zwei Studien ausschließlich zur präpartalen [26, 27] und in vier Studien ausschließlich zur postpartalen Phase [2225]. Eine Studie fasste beide Zeiträume zusammen [28]. In allen Untersuchungen waren Frauen mit Behinderung häufiger von Depressivität betroffen als Frauen ohne Behinderung. Die berechneten Prävalenzdifferenzen reichten von 14,6 % bis 28,2 % und die Prävalenz-Ratios von 1,3 bis 3,3.
Frauen mit Behinderung scheinen, unabhängig von der Art der Behinderung, häufiger von peripartaler Depressivität betroffen zu sein. Dies stimmt mit den Erkenntnissen von Brown et al. [31] überein, die einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Behinderungsformen und peripartalen psychischen Erkrankungen feststellten. Aufgrund der methodischen Heterogenität der Studien und der beschriebenen Bias-Risiken kann jedoch im Rahmen dieses Reviews nicht beurteilt werden, wie sich die Prävalenz je nach Art der Behinderung unterscheidet.
Da die Erfassung von Behinderung in keiner Studie prospektiv erfolgte, können die vorliegenden Ergebnisse nur als Indizien für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko gewertet werden. Die Teilnehmerinnen wurden in nur einer Studie darauf hingewiesen, dass ausschließlich nicht schwangerschaftsbedingte Funktionseinschränkungen relevant sind. Zudem ist – außer für die autismusbezogenen Studien – nicht auszuschließen, dass einige Frauen ihre Behinderung erst durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt erworben haben. Exposition und Outcome können übereinstimmen, wenn Frauen aufgrund ihrer peripartalen Depressivität eine Funktionseinschränkung angegeben haben. Auch wenn die Anteile der Frauen mit Behinderung in den bevölkerungsbasierten Studien (6,8 %–11,5 %) keine wesentlichen Verzerrungen nahelegen, bedarf es prospektiver Studien, um das Risiko für peripartale Depressivität genauer quantifizieren zu können.
Als möglicher Erklärungsansatz für die bei Frauen mit Behinderung höhere peripartale Depressivität wurden die soziodemografischen Charakteristika genauer betrachtet, die in acht Studien getrennt für Frauen mit und ohne Behinderung berichtet wurden. Frauen mit Behinderung waren häufiger von Faktoren betroffen, die mit peripartaler Depressivität assoziiert sind. Eine Ausnahme bildete der Bildungsstand der Frauen in den autismusspezifischen Untersuchungen. Diese decken sich mit Berichten, dass Frauen mit Autismus häufig überdurchschnittlich hohe Bildungsabschlüsse haben, jedoch verstärkt von Arbeitslosigkeit betroffen sind und öfter in Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, in denen sie überqualifiziert sind [32, 33].
Weiterführende Analysen zweier einbezogener Studien legen zudem nahe, dass allgemeine Risikofaktoren für peripartale Depressivität bei Frauen mit und ohne Behinderung unterschiedliche Effekte haben können. So wurde bei Frauen ohne Behinderung eine signifikante Assoziation zwischen einer Depressionsdiagnose vor der Schwangerschaft und präpartaler Depressivität festgestellt, nicht jedoch für Frauen mit Behinderung [29]. Auch finanzielle Stressoren scheinen bei Frauen mit Behinderung weniger stark zu wirken, während beziehungs- und traumabezogene Stressoren in dieser Gruppe besonders stark mit postpartalen Depressionssymptomen korrelieren [22].
Mehrere Studien zeigen, dass die bisher thematisierten Risikofaktoren allein nicht die erhöhten Prävalenzen bei Frauen mit Behinderung erklären können [21, 29]. Mögliche Erklärungen ergeben sich aus den besonderen Herausforderungen, denen Frauen mit Behinderung im Kontext von Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft ausgesetzt sind: Stigmatisierungserfahrungen, das damit verbundene Gefühl, sich als Mutter besonders beweisen zu müssen, sowie Barrieren beim Zugang zu adäquater prä- und postpartaler Versorgung [13, 34, 35]. In den autismusbezogenen Studien werden zudem die sensorische und physische Belastung von Schwangerschaft und Geburt hervorgehoben [25, 26].

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse des Reviews verdeutlichen, dass Frauen mit Behinderung in der Forschung zur peripartalen Depressivität und in der Praxis stärkere Beachtung finden sollten. Aufgrund der erheblichen Heterogenität der Studien können keine belastbaren quantitativen Schlüsse gezogen werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko über verschiedene Behinderungsarten hinweg bestehen könnte. Allerdings könnten einige Behinderungsarten im Hinblick auf sozioemotionale Belastungen ein höheres Gewicht haben, auch wenn grundsätzlich von einem biopsychosozialen Entstehungsmodell auszugehen ist. Prospektive Studien mit einheitlichen Erfassungsmethoden sind notwendig, um bestehende Zusammenhänge besser zu verstehen.
Trotz dieser Limitierungen ist eine stärkere Berücksichtigung der besonderen Risiken von Frauen mit Behinderung in der klinischen Praxis wichtig. Mitra et al. [29] weisen darauf hin, dass die Auswirkungen peripartaler Depressivität für Frauen mit Behinderung schwerwiegender sein könnten als für Frauen ohne Behinderung, da sie die ohnehin erhöhten Risiken für Schwangerschaftskomplikationen verstärken können.
Eine frühzeitige Identifizierung und Behandlung ist unerlässlich, um negative Folgen für Mutter und Kind zu vermeiden [7, 36]. Dabei muss berücksichtigt werden, dass gängige Screening-Tools für Frauen mit Behinderung möglicherweise nicht geeignet sind [31]. Fachkräfte sollten wissen, dass sich depressive Symptome bei Menschen mit Behinderung anders äußern können als bei Menschen ohne Behinderung [37].
Neben diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sollten auch präventive Ansätze entwickelt und untersucht werden [38]. Booth et al. [22] schlagen vor, Screenings vor der Schwangerschaft durchzuführen, um kritische Lebensereignisse im Rahmen eines lebensverlaufsperspektivischen Ansatzes zu identifizieren. Besonders gefährdeten Frauen könnten so Interventionen angeboten werden, die ihnen helfen, Mechanismen zur effektiven Stressreduktion zu erlernen.
Neben konkreten Präventions- und Interventionsstrategien ist auch der Abbau gesellschaftlich verankerter Stigmata und der daraus resultierenden strukturellen Benachteiligung von Frauen mit Behinderung notwendig, um das Risiko für peripartale Depressivität effektiv zu senken.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

C. Keil, A. Beetz und S. Jacobs geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
Peripartale Depressivität bei Frauen mit Behinderung
Verfasst von
Celina Keil
Andrea Beetz
Simone Jacobs
Publikationsdatum
04.12.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Gynäkologie in der Praxis
Print ISSN: 3005-0758
Elektronische ISSN: 3005-0766
DOI
https://doi.org/10.1007/s41974-025-00400-x
1.
Zurück zum Zitat Kühner C (2016) Psychiatrische Erkrankungen in Schwangerschaft und Stillzeit: Häufigkeit, Verlauf und klinische Diagnostik. Nervenarzt 87:926–936. https://doi.org/10.1007/s00115-016-0175-0CrossRefPubMed
2.
Zurück zum Zitat Slomian J, Honvo G, Emonts P, Reginster J‑Y, Bruyère O (2019) Consequences of maternal postpartum depression: A systematic review of maternal and infant outcomes. Womens Health 15:1745506519844044. https://doi.org/10.1177/1745506519844044CrossRef
3.
Zurück zum Zitat Al-abri K, Edge D, Armitage CJ (2023) Prevalence and correlates of perinatal depression. Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol 58:1581–1590. https://doi.org/10.1007/s00127-022-02386-9CrossRefPubMedPubMedCentral
4.
Zurück zum Zitat WHO (2024) ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics. https://icd.who.int/browse/2025-01/mms/en#714000734. Zugegriffen: 5. Mai 2025
5.
Zurück zum Zitat Field T (2010) Postpartum depression effects on early interactions, parenting, and safety practices: A review. Infant Behav Dev 33:1–6. https://doi.org/10.1016/j.infbeh.2009.10.005CrossRefPubMed
6.
Zurück zum Zitat Beetz A, Gaass K, Beckmann M, Goecke T (2013) Der Einfluss mütterlicher Bindung und postpartaler Depressivität auf Entwicklungsauffälligkeiten des Kindes bis zum 18. Lebensmonat. Empirische Sonderpädagogik 5:300–314. https://doi.org/10.25656/01:9227CrossRef
7.
Zurück zum Zitat Gopalan P, Spada ML, Shenai N, Brockmann I (2022) Postpartum Depression: Identifying Risk and Access to Intervention. Curr Psychiatry Rep 24:889–896. https://doi.org/10.1007/s11920-022-01392-7CrossRefPubMedPubMedCentral
8.
Zurück zum Zitat Prütz F, Krause L (2022) Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen – Ausgewählte Indikatoren aus der Studie GEDA 2014/2015-EHIS. https://doi.org/10.25646/9751
9.
Zurück zum Zitat Noh J‑W, Kwon YD, Park J, Oh I‑H, Kim J (2016) Relationship between Physical Disability and Depression by Gender: A Panel Regression Model. PLoS ONE 11:e166238. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0166238CrossRefPubMedPubMedCentral
10.
Zurück zum Zitat Xiang X, An R, Kang S, Stagg BC, Ehrlich JR (2020) Disability type, depression, and antidepressants use among older adults in the United States. Aging Ment Health 24:27–34. https://doi.org/10.1080/13607863.2018.1509298CrossRefPubMed
11.
Zurück zum Zitat Yang K, Wu J, Chen X (2022) Risk factors of perinatal depression in women: a systematic review and meta-analysis. BMC Psychiatry 22:63. https://doi.org/10.1186/s12888-021-03684-3CrossRefPubMedPubMedCentral
12.
Zurück zum Zitat WHO (2022) Global report on health equity for persons with disabilities. https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/364834/9789240063600-eng.pdf?sequence=1. Zugegriffen: 5. Mai 2025
13.
Zurück zum Zitat Gréaux M, Moro MF, Kamenov K, Russell AM, Barrett D, Cieza A (2023) Health equity for persons with disabilities: a global scoping review on barriers and interventions in healthcare services. Int J Equity Health 22:236. https://doi.org/10.1186/s12939-023-02035-wCrossRefPubMedPubMedCentral
14.
Zurück zum Zitat Signore C, Davis M, Tingen CM, Cernich AN (2021) The Intersection of Disability and Pregnancy: Risks for Maternal Morbidity and Mortality. J Women’s Health 30:147–153. https://doi.org/10.1089/jwh.2020.8864CrossRef
15.
Zurück zum Zitat Rodríguez MR, Nuevo R, Chatterji S, Ayuso-Mateos JL (2012) Definitions and factors associated with subthreshold depressive conditions: a systematic review. BMC Psychiatry 12:181. https://doi.org/10.1186/1471-244X-12-181CrossRefPubMedPubMedCentral
16.
Zurück zum Zitat Zhang R, Peng X, Song X, Long J, Wang C, Zhang C, Huang R, Lee TMC (2023) The prevalence and risk of developing major depression among individuals with subthreshold depression in the general population. Psychol Med 53:3611–3620. https://doi.org/10.1017/S0033291722000241CrossRefPubMed
17.
Zurück zum Zitat Schwarze CE, Von Der Heiden S, Wallwiener S, Pauen S (2024) The role of perinatal maternal symptoms of depression, anxiety and pregnancy-specific anxiety for infant’s self-regulation: A prospective longitudinal study. J Affect Disord 346:144–153. https://doi.org/10.1016/j.jad.2023.10.035CrossRefPubMed
18.
Zurück zum Zitat Tarasoff LA, Ravindran S, Malik H, Salaeva D, Brown HK (2020) Maternal disability and risk for pregnancy, delivery, and postpartum complications: a systematic review and meta-analysis. Am J Obstet Gynecol 222:27.e1–27.e32. https://doi.org/10.1016/j.ajog.2019.07.015CrossRefPubMed
19.
Zurück zum Zitat Walsh ES, Peterson JJ, Judkins DZ (2014) Searching for disability in electronic databases of published literature. Disabil Health J 7:114–118. https://doi.org/10.1016/j.dhjo.2013.10.005CrossRefPubMed
20.
Zurück zum Zitat Downes MJ, Brennan ML, Williams HC, Dean RS (2016) Development of a critical appraisal tool to assess the quality of cross-sectional studies (AXIS). BMJ Open 6:e11458. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2016-011458CrossRefPubMedPubMedCentral
21.
Zurück zum Zitat Alhusen JL, Hughes RB, Lyons G, Laughon K (2023) Depressive symptoms during the perinatal period by disability status: Findings from the United States Pregnancy Risk Assessment Monitoring System. J Adv Nurs 79:223–233. https://doi.org/10.1111/jan.15482CrossRefPubMed
22.
Zurück zum Zitat Booth EJ, Kitsantas P, Min H, Pollack AZ (2021) Stressful life events and postpartum depressive symptoms among women with disabilities. Womens Health 17:17455065211066186. https://doi.org/10.1177/17455065211066186CrossRef
23.
Zurück zum Zitat Chen X, Lu E, Stone SL, Bui TOT, Warsett K, Diop H (2023) Stressful Life Events, Postpartum Depressive Symptoms, and Partner and Social Support Among Pregnant People with Disabilities. Womens Health Issues 33:167–174. https://doi.org/10.1016/j.whi.2022.10.006CrossRefPubMed
24.
Zurück zum Zitat Gluska H, Shiffman N, Mayer Y, Elyasyan L, Elia N, Daher R, Weiner SM, Miremberg H, Kovo M, Biron-Shental T, Gabbay-Benziv R (2022) Maternal fear of COVID-19 and prevalence of postnatal depression symptoms, risk and protective factors. J Psychiatr Res 148:214–219. https://doi.org/10.1016/j.jpsychires.2022.01.015CrossRefPubMedPubMedCentral
25.
Zurück zum Zitat Hampton S, Allison C, Baron-Cohen S, Holt R (2023) Autistic People’s Perinatal Experiences II: A Survey of Childbirth and Postnatal Experiences. J Autism Dev Disord 53:2749–2763. https://doi.org/10.1007/s10803-022-05484-4CrossRefPubMed
26.
Zurück zum Zitat Hampton S, Allison C, Baron-Cohen S, Holt R (2024) Autistic People’s Perinatal Experiences I: A Survey of Pregnancy Experiences. J Autism Dev Disord 54:211–223. https://doi.org/10.1007/s10803-022-05754-1CrossRefPubMed
27.
Zurück zum Zitat Iezzoni LI, Yu J, Wint AJ, Smeltzer SC, Ecker JL (2015) Health Risk Factors and Mental Health Among US Women with and without Chronic Physical Disabilities by Whether Women are Currently Pregnant. Matern Child Health J 19:1364–1375. https://doi.org/10.1007/s10995-014-1641-6CrossRefPubMedPubMedCentral
28.
Zurück zum Zitat Kang SY, Khang Y‑H, June KJ, Cho S‑H, Lee JY, Kim Y‑M, Cho H‑J (2022) Prevalence and risk factors of maternal depression among women who participated in a home visitation program in South Korea. Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol 57:1167–1178. https://doi.org/10.1007/s00127-022-02226-wCrossRefPubMed
29.
Zurück zum Zitat Mitra M, Iezzoni LI, Zhang J, Long-Bellil LM, Smeltzer SC, Barton BA (2015) Prevalence and Risk Factors for Postpartum Depression Symptoms Among Women with Disabilities. Matern Child Health J 19:362–372. https://doi.org/10.1007/s10995-014-1518-8CrossRefPubMedPubMedCentral
30.
Zurück zum Zitat Pohl AL, Crockford SK, Blakemore M, Allison C, Baron-Cohen S (2020) A comparative study of autistic and non-autistic women’s experience of motherhood. Mol Autism 11:3. https://doi.org/10.1186/s13229-019-0304-2CrossRefPubMedPubMedCentral
31.
Zurück zum Zitat Brown HK, Vigod SN, Fung K, Chen S, Guttmann A, Havercamp SM, Parish SL, Ray JG, Lunsky Y (2022) Perinatal mental illness among women with disabilities: a population-based cohort study. Soc Psychiatry Psychiatr Epidemiol 57:2217–2228. https://doi.org/10.1007/s00127-022-02347-2CrossRefPubMedPubMedCentral
32.
Zurück zum Zitat Frank F, Jablotschkin M, Arthen T, Riedel A, Fangmeier T, Hölzel LP, Tebartz Van Elst L (2018) Education and employment status of adults with autism spectrum disorders in Germany—a cross-sectional-survey. BMC Psychiatry 18:75. https://doi.org/10.1186/s12888-018-1645-7CrossRefPubMedPubMedCentral
33.
Zurück zum Zitat Maslahati T, Bachmann CJ, Höfer J, Küpper C, Stroth S, Wolff N, Poustka L, Roessner V, Kamp-Becker I, Hoffmann F, Roepke S (2022) How Do Adults with Autism Spectrum Disorder Participate in the Labor Market? A German Multi-center Survey. J Autism Dev Disord 52:1066–1076. https://doi.org/10.1007/s10803-021-05008-6CrossRefPubMed
34.
Zurück zum Zitat Mertens A (2016) Behinderung und reproduktive Selbstbestimmung. In: Katzer M, Voß H‑J (Hrsg) Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung: Praxisorientierte Zugänge. Psychosozial-Verlag, S 315–331CrossRef
35.
Zurück zum Zitat Nguyen A (2020) Challenges for Women with Disabilities Accessing Reproductive Health Care Around the World: A Scoping Review. Sex Disabil 38:371–388. https://doi.org/10.1007/s11195-020-09630-7CrossRef
36.
Zurück zum Zitat Höflich A, Poleczek E (2024) Mutter-Kind-Interaktion bei peripartaler Depression. Psychoprax Neuroprax 27:81–84. https://doi.org/10.1007/s00739-023-00972-3CrossRef
37.
Zurück zum Zitat Müller K, Helmes A, Kleischmann A, Graser J, Bengel J (2024) Screening for depression: Psychometric properties of the German version of the Glasgow depression scale for people with a learning disability (individual and carer version). Research Intellect Disabil 37:e13157. https://doi.org/10.1111/jar.13157CrossRef
38.
Zurück zum Zitat Bjertrup AJ, Kofoed J, Egmose I, Wendelboe K, Southgate V, Væver MS, Miskowiak KW (2024) Prenatal affective cognitive training to reduce the risk of postpartum depression (PACT): study protocol for a randomized controlled trial. Trials 25:478. https://doi.org/10.1186/s13063-024-08316-1CrossRefPubMedPubMedCentral
Bildnachweise
Inklusion/© SewcreamStudio / stock.adobe.com