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10.08.2017 | 30 Jahre Spektrum der Augenheilkunde | Ausgabe 3-4/2017

Spektrum der Augenheilkunde 3-4/2017

Die Pars-plana-Vitrektomie

Gestern – heute – morgen

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 3-4/2017
Autor:
Univ.-Prof. Dr. Susanne Binder

Zusammenfassung

Der Artikel gibt zuerst einen Überblick über die Entstehung der Glaskörperchirurgie 1970, die Entwicklung der Technik und die Indikationen bis zum Jahr 1990. Die Silikonchirurgie im „Off-Label-Use“ hat in diesen 20 Jahren viele schwer netzhautkranke Augen gerettet. Der Lernprozess war enorm, da das Silikon immer einen klaren Funduseinblick und damit eine Beurteilung der Netzhautsituation erlaubte.
1991 wurde die Chirurgie des idiopathischen Makulaforamens von Kelly und Wendell beschrieben. Sie zeigte neben den Erfolgen auch das potentielle Trauma der Vitrektomie und makulären Manipulationen auf. Erstmals wurden Schäden an der Netzhaut durch zu intensives Licht beschrieben, die Toxizität bestimmter Farbstoffe nachgewiesen. Die subretinale Chirurgie gegen zentrale Neovaskularisationen, 1992 von Dr. Thomas gestartet, hatte für 10 Jahre ihren Höhepunkt, aber leider auch ihre Grenzen.
Eugene de Juan führte 2005 die minimalinvasive Glaskörperchirurgie ein. Aufgrund der Verkleinerung der Instrumente von 0,9 auf 0,5 mm und nahtloser Technik erreicht man durch die Reduzierung des chirurgischen Traumas auch ein Absinken der Komplikationsrate dieser – früher als gefahrvoll bezeichneten – Chirurgie.
Die perioperative Kontrolle mittels Optischer Kohärenztomographie kann seit 2013 durch eine intraoperatives OCT-Begleitung ergänzt werden. Dies erleichtert die intraoperative Kontrolle und Entscheidung enorm und verbessert auch die Resultate für den Patienten.
In Zukunft werden wir in der Glaskörperchirurgie wohl mit 3D-Kameras und Brille am Bildschirm operieren und das Mikroskop nur mehr wenig brauchen. Die Heads-up-Surgery und das intraoperative OCT sind nur erste Schritte für eine neue Technologie, die uns eine perfekte Operationsplanung erlaubt, alle Befunde einschließt, akkurate Untersuchungen einspiegelt und mit einer weit erhöhten Präzision ablauft. Der Roboter ist wieder aktuell, wird aber die chirurgische Entscheidung nicht ersetzen sondern unterstützen. Auch wenn wir glauben, dass jetzt wirklich nichts mehr zu verbessern ist – es gibt keine Grenzen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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