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29.08.2018 | originalarbeit | Ausgabe 15-16/2018 Open Access

Wiener Medizinische Wochenschrift 15-16/2018

Die österreichische Pestkommission in Bombay 1897 und die letzten Pest-Todesfälle in Wien 1898

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 15-16/2018
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. Dr.med. h.c. Heinz Flamm

Zusammenfassung

Eine ärztliche Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersuchte Kranke während der Pest-Epidemie in Bombay (Mumbai) im Jahre 1897. Die klinischen, pathologisch-anatomischen, histologischen und bakteriologischen Befunde wurden danach publiziert. Mit den nach Wien gebrachten Pestbakterienstämmen wurden bis im Oktober 1898 bakteriologische Untersuchungen und Versuche mit verschiedenen Tierarten durchgeführt. Am Ende dieser Forschungsarbeiten infizierte sich der Laboratoriumsdiener Franz Barisch unbemerkt. Seine Behandlung wurde vom Delegierten der Pestkommission, Dozent Dr. Hermann Franz Müller, und zwei Pflegerinnen übernommen. Barisch starb vier Tage später, am 18. Oktober 1898, an einer schweren pulmonalen Infektion. Eine der Pflegerinnen, Albine Pecha, erkrankte zwei Tage danach. Sie und Dr. Müller wurden sofort in eine Isolierbaracke gebracht, wo Müller am selben Tag an Pest-Pneumonie erkrankte und nach drei Tagen, am 23. Oktober, starb. Die Pflegerin Albine Pecha hatte eine wahrscheinlich durch Pestseruminjektionen verzögerte und wechselnd schwer verlaufende Lungenpest. Sie starb zehn Tage nach Krankheitsbeginn, am 30. Oktober 1898.
Literatur
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