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10.09.2018 | Originalien | Ausgabe 5/2018

Pädiatrie & Pädologie 5/2018

Die leise Stimme des Kinds

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 5/2018
Autor:
Univ.-Prof. Dr. Peter Scheer

Zusammenfassung

Kinder- und Jugendärzte und sollen und können die „leise Stimme“ von Kindern und Jugendlichen hören. Sie sind die „Dr. Dolittles“ des Kinds. Dieses Verständnis basiert unter anderem auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Den Untersuchungen des Ehepaars Papousek zufolge können bei Kindern bereits in der vierten bis sechsten Woche nach der Geburt vier verschiedene Lautäußerungen nachgewiesen werden. Werden diese von den Eltern verstanden und adäquat beantwortet, so entwickelt sich ein harmonischer Zustand, der von Papousek als „intuitive parenting“ bezeichnet wurde. Darin drückt sich ein Signalverständnis aus, das zu einer sicheren Bindung führen kann. Mary Ainsworth hat die Bindungsqualität des Kinds im zweiten Lebensjahr bestimmbar gemacht. Ihr Strange Situation Test machte eine nachvollziehbare Diagnostik der Bindung möglich, wodurch eine standardisierte Behandlung ermöglicht wurde. Im Zusammenhang mit Jugendlichen werden die beiden österreichischen Pädagogen der Zwischenkriegszeit August Aichhorn und Oskar Spiel genannt. Bei allen Unterschieden ist beiden gemeinsam, dass sie das Verständnis des Jugendlichen – auch des dissozialen – vor das Erziehen und vor die Einordnung in die Gesellschaft stellten.

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